Gerüchte machen Angehörige des Merfelder Mordopfers zu schaffen
Merfeld. „Mein Sohn hat sich nicht umgebracht, ich bin nicht mit der Frau des Mörders meiner Frau zusammen und mein Kfz-Betrieb wird weitergeführt.“ Gerd Tewes ist fassungslos. Knapp ein Jahr nach dem Mord an seiner Frau in Merfeld (wir berichteten), machen diese Gerüchte der Familie zu schaffen. Was muss sie noch erleiden? Wieder einen geregelten Alltag erleben, über das Drama hinweg kommen, ist durch die Gerüchte nicht möglich. „Wie meine Gefühlswelt ist, wenn man ständig auf die Unwahrheiten angesprochen wird, die Leute darüber reden und die Straßenseite wechseln? Man möchte sich am Liebsten einschließen“, so ein gezeichneter Gerd Tewes. „Ich wurde im Fitnessstudio darauf angesprochen, dass ich mit der Frau des Mörders zusammen sei, bin Gesprächsthema an Stammtischen. Vor kurzem bekundete mir ein Glaser sein Beileid wegen des angeblichen Todes meines Sohnes.“ Er wisse nicht, wie das Gerücht entstanden ist, denn „er lebt“! so Tewes entnervt und frustriert.