Unbekannter Katzenhasser verschandelt Suchplakate

Nottuln. Es ist einfach nur eine riesengroße Schweinerei. Nadine Buchheim kann es bestenfalls für einen sehr schlechten Scherz halten, was sie kürzlich erfahren musste. Vor ungefähr einem Jahr sind ihre Katzen Fibi und Jamie verschwunden, beide innerhalb von einer Woche. Da ihre Tiere gechippt sind, konnte Nadine Buchheim über die Organisation Tasso Suchplakate aushängen. Als dann kürzlich ein Anruf von Tasso kam, freute sich Nadine Buchheim zunächst auf gute Nachrichten, wurde dann aber bitter enttäuscht. Jemand hatte die Plakate mit Aufklebern versehen, auf denen - in orange und gelb angemarkert - zu lesen war, dass die Katzen „ersäuft“ worden seien.
„Ich war einfach nur fassungslos“, beschreibt Nadine Buchheim ihre Gefühle im ersten Moment. Ist der Verlust der geliebten Vierbeiner, die immerhin acht und neun Jahre bei der Nottulnerin gelebt haben, schon schlimm genug, sieht sich nun noch mit Katzenhass konfrontiert, den sie sich selbst auch nicht erklären kannn. „Es ist kein Kinderstreich, dafür sind die Aufkleber zu professionell“, ist sie sicher. Spuren, wer hinter der Attacke stecken könnte, gibt es indes keine. Weder Nadine Buchheim noch der Organisation Tasso sind weitere Fälle bekannt, in denen solche Aufkleber auf Suchplakaten befestigt worden sind.
„Ich war bei der Polizei, aber dort konnte man mir natürlich auch nicht wirklich helfen“, so Nadine Buchheim. Sie will nun den Vorfall publik machen, hat unter anderem bei Facebook davon berichtet und wendet sich nun an die Medien - auch, um andere Katzenhalter zu alarmieren und zu warnen. „Es ist jetzt mein Anliegen, dass die Leute einfach besser auf ihre Katzen achten“.
Und das scheint auch nötig, denn nicht nur in Nottuln, auch in anderen Städten und Gemeinden zeigt sich vor allem in den Sommermonaten ein Trend, dass Katzen spurlos verschwinden. Ob Havixbeck, Lette oder Dülmen - eine Reihe von Hauskatzen ist bereits ganz gegen die Gewohnheit nicht wieder nach Hause zurück gekehrt. Was oder wer dahinter steckt, ist nach wie vor ein Rätsel. Ob einzelne Katzenhasser oder organisierte Banden, die die Katzen dann letztlich weiter verkaufen, darüber kann nur spekuliert werden. Nadine Buchheim weiß, wie gering die Chance nach einem Jahr ist, ihre Lieblinge noch wieder zu bekommen. „Ich hoffe natürlich nicht, dass es so ist, aber ich gehe schon davon aus, das jemand beide entführt hat“. Der Zufall wäre einfach zu groß, dass beide Katzen innerhalb einer Woche einfach weggelaufen sind.