TÜV-Report 2012 vorgestellt/Rosa Plakette als Signal für Polizei
Coesfeld. Coesfelds Autofahrern scheint der Zustand ihres Gefährts am Herzen zu liegen. Das zeigen die auf Coesfeld runtergebrochenen Zahlen des TÜV-Reports 2012, die am Montag vorgestellt wurden. 46,6 Prozent der Autos durften ohne Probleme wieder heimwärts düsen, 25 Prozent zeigten geringe Mängel. „Bei 28,3 Prozent waren die Mängel so gravierend, dass diese erst repariert werden mussten bevor es die Plakette gab“, so Gerd Bünker, Teamkoordinator TÜV-Stationen Region Münsterland. Allerdings gibt es einen Faktor, der die Statistik ein wenig schönt. „Nicht alle Fahrzeuge kommen zur TÜV-Station im Dreischkamp. Es gibt Kollegen, die zu Werkstätten fahren. Die Autos, die dort geprüft werden, wurden häufig vorher schon durchgecheckt und repariert. Diese fließen dann natürlich auch in die Statistik ein“, so Bünker.
Verglichen mit dem Bundesdurchschnitt schneidet Coesfeld ein wenig schlechter ab (53,9 Autos Mängelfrei, 26,3 Prozent geringe Mängel, 19,7 Prozent gravierende Mängel). Als Zahlengrundlage dient der Zeitraum 1. Juli bis 30. Juni. In diesem wurden in Coesfeld zirka 1400 Autos auf Herz und Bremse geprüft. Im Schnitt waren die geprüften Autos 8,7 Jahre alt und sind 115.000 Kilometer gelaufen. Die häufigsten Mängel gibt es bei Licht, Elektrik, Bremsen, Achsen, Räder, Reifen und Umweltbelastung.
Um durch den TÜV zu kommen, größere Schäden und eventuell hohe Kosten zu vermeiden, hat Bünker einen Tipp. „Es ist wie beim Menschen. Wer keine 20 mehr ist geht auch öfter zur Vorsorgeuntersuchung.“ Zudem macht er auf folgendes aufmerksam. „Wer jetzt noch mit der rosafarbenen HU-Plakette unterwegs ist, sollte sich sputen. Die Polizei kann an der Farbe erkennen, dass die Plakette abgelaufen ist.“ Sascha Kappel