Letteraner Lars A. Fischinger räumt mit Mythen rund um „2012“ auf

 

Weltuntergang1

Kreis. Das Geschäft mit den Weltuntergangstheorien boomt. In diesem Jahr soll es so weit sein. Am 21. Dezember 2012 endet ein alter Maya-Kalender und damit soll die menschliche Zivilisation enden. Mittlerweile hat auch die Werbeindustrie dieses rentable Geschäft für sich entdeckt. Der Deohersteller „Axe“ beispielsweise versprüht den letzten Duft vor dem nahen Ende. Das Deo „2012 Final Edition“ wartet dabei mit einer Lösung für echte Männer auf. In dem Werbespot zimmert sich ein junger Mann eine eigene Arche: Mit hölzernen Schlafkabinen, Fitnessstudio, Steroeanlagen und Pole-Dance-Stange. Nachdem er sich mit dem Axe-Duft besprüht hat, laufen ihm die Damen paarweise auf das Schiff. Der Fernsehsender Pro Sieben widmete dem Weltuntergang am Sonntag gleich einen ganzen Sendetag. Ein Katastrophenfilm reihte sich am „Weltuntergangstag“ an den anderen. Der Letteraner Autor Lars A. Fischinger kann über die Auswüchse nur schmunzeln. „Es wird am 21. Dezember 2012 nichts passieren. Die Welt wird sich weiter drehen und es landen auch keine Aliens auf der Erde“, so Fischinger, der bereits im Jahr 2010 das Buch „Die Akte 2012 - Wahn und Wirklichkeit“ veröffentlichte.

 

In seinem kritischen Sachbuch räumt Lars A. Fischinger mit allen Mythen rund um die „Maya und 2012“ schonungslos und sachlich auf. „Die Weltuntergangstheorien 2012 sind  nur eine Art `Geldmaschine der westlichen Welt´. Durchsetzt von Halbwissen, Lügen, Unwissen und Unsinn der Esoteriker“, redet Fischinger Tacheles. Bücher mit 2012 im Titel überschwemmen derzeit den Markt. Sucht man bei amazon mit dem Stichwort 2012 nach Büchern, werden sagenhafte 16.000 Treffer angezeigt. Zum Vergleich: Sucht man nach dem Bundespräsidenten Christian Wulff, gibt es 135 Ergebnisse.

 

Die Weltuntergangstheorie basiert auf einer Steintafel der Maya. Diese Steintafel soll belegen, dass am 21. Dezember 2012 die menschliche Zivilisation endet. An diesem Tag endet nach 5125 Jahren ein Kalender der Maya abrupt. Was genau dann passiert, darüber sind sich die Endzeit-Propheten nicht einig. Die Theorien reichen von einem neuen kosmischen Bewusstsein bis zur Landung Außerirdischer. Einige glauben an einen ganz realen Untergang der Welt als Katastrophe, wie in dem Katastrophenfilm „2012“ von Roland Eemmerich. Für Lars A. Fischinger ist das alles Humbug. „Dass der Kalender der Maya endet, hat eine ganz einfache Erklärung. Dieser Kalender hat einen Zyklus von über 5000 Jahren. Ist der Zyklus abgeschlossen, fängt der Kalender wieder von vorne an,“ so Fischinger.

 

Fischinger ist sich sicher, dass die Weltuntergangsszenarien nach dem 21. Dezember 2012 nicht verschwinden. „Dann kommen neue selbsternannte Experten und erklären, dass man sich nur verrechnet habe und der Weltuntergang wird auf einen späteren Zeitpunkt terminiert“, so der Letteraner. Für Fischinger handelt es sich bei den Büchern zum Weltuntergang ohnehin nur um Unterhaltungsliteratur. „Wer daran Spaß hat, soll es lesen. Aber bitte nicht alles für bare Münze nehmen, was da prophezeit wird“. jo

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