Der Gabentisch füllte sich schnell mit Futterspenden und Tierzubehör. Foto: kafHeiligabend ist im Tierheim ein ganz normaler Tag


Lette. Am heiligen Abend liegen für die tierischen Familienmitglieder häufig auch Geschenke unter dem Tannenbaum. Ein neues Spielzeug für den Hund, ein schöner Kratzbaum für die Katze oder aber ein neuer Käfig für den Wellensittich. Was ist aber mit den Tieren, die zu Weihnachten kein Herrchen oder Frauchen haben und im Tierheim die Festtage verbringen müssen? Bis vor einem Jahr war es so, dass diese auch direkt am 24. Dezember mit ihren Betreuern Weihnachten gefeiert haben. In diesem Jahr, so erzählt Tierheimleiterin Ulrike Kotzke, wurde die tierische Bescherung erstmals auf den vierten Advent vorgezogen - und das mit großem Erfolg für Mensch und Tier. „Es war immer sehr anstrengend, die Leute waren alle immer irgendwie im Stress und richtige Ruhe wollte nicht aufkommen“, erläutert sie die Entscheidung, das Fest für die Tiere vorzuziehen. Und tatsächlich fanden sich in diesem Jahr dann auch zahlreiche Tierfreunde im Tierheim ein, um gemeinsam zu feiern.

 

Dicht gedrängt standen die Besucher, wärmten sich bei Glühwein und Kuchen und brachten natürlich auch ihre Freunde auf vier Pfoten mit. Viele der Hunde, die an diesem Nachmittag zu Gast waren, waren selbst einmal im Tierheim untergebracht. Der Gabentisch füllte sich schnell mit Futterspenden und Tierzubehör. In der Spendenbox kam die stolze Summe von 1.760 Euro zusammen. Die Spenden werden für den Anbau des Kleintierhauses verwendet.

Eine zweite Bescherung folgte dann am Freitag vor Heiligabend. Der Tiergarten in Coesfeld hatte einen Spendenbaum aufgestellt, dort haben die Tiere ihre Wünsche verewigt. Vom neuen Körbchen über Bürsten, Futter und allerlei Spielzeug reichten die Gaben, die der 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins Dülmen und Umgebung, Manfred Kukielka in Empfang nehmen konnte. Am Heiligen Abend wird es dann im Tierheim sehr ruhig zugehen. Das Personal wird sich wie gewohnt um die großen und kleinen Tiere kümmern, diese füttern, Gassi gehen und die Unterkünfte säubern. „Wir werden an diesem Tag aber nicht nochmals besonders feiern“, so Ulrike Kotzke. Bis 18 Uhr werden die Helfer vor Ort sein und dann selbst zu ihren Familien nach Hause und feiern gehen.

Für Besucher ist das Tierheim an diesem Tag - ebenso wie an Silvester - geschlossen. Am ersten und zweiten Weihnachtstag sowie an Neujahr hat das Tierheim dann auch für Gäste wieder ganz normal geöffnet, wer mag, kann an diesen Tagen den Tieren einen Besuch abstatten. Erfahrungsgemäß ist es am ersten Weihnachtstag und Neujahr immer etwas ruhiger im Stripperhook. „Das hängt aber auch immer vom Wetter ab“, weiß Ulrike Kotzke. kaf

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