Gerüchte machen Angehörige des Merfelder Mordopfers zu schaffen
Merfeld. „Mein Sohn hat sich nicht umgebracht, ich bin nicht mit der Frau des Mörders meiner Frau zusammen und mein Kfz-Betrieb wird weitergeführt.“ Gerd Tewes ist fassungslos. Knapp ein Jahr nach dem Mord an seiner Frau in Merfeld (wir berichteten), machen diese Gerüchte der Familie zu schaffen. Was muss sie noch erleiden? Wieder einen geregelten Alltag erleben, über das Drama hinweg kommen, ist durch die Gerüchte nicht möglich. „Wie meine Gefühlswelt ist, wenn man ständig auf die Unwahrheiten angesprochen wird, die Leute darüber reden und die Straßenseite wechseln? Man möchte sich am Liebsten einschließen“, so ein gezeichneter Gerd Tewes. „Ich wurde im Fitnessstudio darauf angesprochen, dass ich mit der Frau des Mörders zusammen sei, bin Gesprächsthema an Stammtischen. Vor kurzem bekundete mir ein Glaser sein Beileid wegen des angeblichen Todes meines Sohnes.“ Er wisse nicht, wie das Gerücht entstanden ist, denn „er lebt“! so Tewes entnervt und frustriert.
Auch dass sein Kfz-Betrieb bald schließe mache die Runde. „Ein zukünftiger Praktikant kam zu mir und sagte er habe gehört, dass mein Betrieb demnächst übernommen werde. Auch das stimmt nicht.“ Doch sorgen all die Gerüchte dafür, dass die Kundschaft wegbleibe. „Das Alles hat sich in der Dülmener Geschäftswelt herumgesprochen.“ Sogar eine neue Liebe wird für Gerd Tewes zum Martyrium. Der Ursprung dafür liegt, wie das Gerücht er habe ein Verhältnis mit der Frau des Mörders gehabt, in den Gerichtsverhandlungen. „Frau B. (Frau des Mörders Anm.d.Red.) hat in der Verhandlung ausgesagt, dass Herr Tewes ein Verhältnis mit einer Frau Schmidt gehabt habe. Das bin nicht ich. Ich heiße zwar auch so, aber es gibt viele, die den Namen tragen“, so Tewes Freundin Gabi Schmidt. Die gemeinte Frau Schmidt sei zudem nur eine Kundin gewesen, nicht mehr. „Das wurde während der Verhandlung direkt klargestellt. Zudem hat Frau B. klargestellt, dass es niemals eine Beziehung zwischen ihr und Gerd gab“, so Schmidt.
Doch das scheint keinen zu interessieren. Denn neben den Gerüchten, werden Tewes und seine Freundin jetzt bedroht. „Hier fährt seit vorletzter Woche ein dunkles Auto vorbei und wird langsamer. Die Person dreht sich immer zum Haus um. Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Frau handelt“, so Schmidt. Eine neue Dimension hat die Belästigung am 12. Januar erreicht. „Hier kam eine Postkarte an, adressiert an den Namen Tewes-B. (Inhalt auf Foto zu lesen)“, so Schmidt. Inhalt sind zynische Äußerungen zu der nie stattgefunden Beziehung zwischen Tewes und Frau B. „Rechtliche Schritte sind bereits eingeleitet worden“, so Schmidt. Sascha Kappel
Kommentare
1.
Der Umstand, dass Herr Tewes und Frau Schmidt seit dem 20.01.12 verheiratet sind, lässt eine längere Beziehung - auch vor dem Todestag der Frau Tewes - durchaus vermuten.
2.
Robert Tewes lebt zwar - aber offensichtlich nicht für seinen Vater. Warum sonst ist ihm nach Beendigung der Ausbildung im väterlichen Betrieb gekündigt worden und warum sonst war er bei der Hochzeit seines Vaters nicht anwesend?
3.
Wie man hört, passt Frau Schmidt sehr gut zu Herrn Tewes, sie hat angeblich ihre eigene Tochter wegen einer nicht bezahlten Rechnung der Fa. Tewes angezeigt. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Leute glauben, der Betrieb sei pleite.
4.
Mein Tip für die Familie Tewes-Schmidt: Zieht weit weg von Dülmen, denn ich glaube nicht, dass ihr hier die Ruhe findet, die ihr euch wünscht.
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