Jugendhilfe zeigt mit neuem Erscheinungsbild Spektrum ihrer Möglichkeiten
Dülmen. Die Kiwo Jugendhilfe in Dülmen präsentiert sich im neuen Gewand. „Es galt zu überlegen, wie man zeigen kann, dass die Kiwo mehr ist, als ein Wohnheim für Kinder“, so Grafik-Designerin Imke Hoinka-Nölting, die für die Umsetzung verantwortlich gewesen ist. Entstanden ist ein neues Erscheinungsbild der Jugendhilfeeinrichtung, das sich nicht nur in einer neuen Internetpräsenz widerspiegelt, sondern unter anderem auch auf Flyern, Briefköpfen, Aufstellern und Broschüren Einzug gehalten hat. „Das Ergebnis zeigt die Kiwo heute, wie sie leibt und lebt, das Wort Kinderwohnheim trifft nicht mehr zu“, so Geschäftsführer Karl Eisenbarth, der mit Kiwo-Mitarbeiterin Ute Thaleikis-Carstensen Imke Hlinka Nölting bei dem Prozess zur Seite stand.
Von den 300 Kindern und Jugendlichen wohnen heute nur noch 45 im Stammhaus. Andere leben in Wohngruppen oder sind Teil weiterer Hilfsmaßnahmen, wie therapeutischer Verfahren. Die vielschichtige Hilfe orientiert sich an heutige individuelle Bedürfnisse eines Kindes oder Jugendlichen und fördert diese in ihren Entwicklungen. „Die Kiwo muss sich auf gesellschaftliche Veränderungen einstellen und es ist wichtig, dass die Gesellschaft mitbekommt, was Jugendhilfe heute ist“, so der pädagogische Leiter Andreas Völker.
Dass dieser Wandel durch das neue Erscheinungsbild ersichtlich wird, ist gleichzeitig für den Fortbestand der Einrichtung wichtig. „Wir reagieren damit auch auf den Konkurrenzdruck anderer Einrichtungen. Wir erhalten wie ein Krankenhaus Gelder nach Belegung. Ein Jugendamt guckt, ob ein Angebot zu einem Kind passt und fragt dann nach einem Platz an“, so Eisenbarth.
Darum sind in den nächsten Wochen auch Mitarbeiter von Jugendämtern da, um sich mit der Kiwo Jugendhilfe vertraut zu machen. „Würden wir uns nicht weiterentwickeln, würden wir nicht mehr angefragt und müssten schließen“, so Eisenbarth. Statistisch gesehen blieben die Kinder und Jugendlichen zwei Jahre. kap