Beim Schlittschuhlaufen ist allerdings Vorsicht geboten
Dülmen. Wenn es draußen richtig schön knackig kalt ist, fängt für einige der Spaß erst richtig an. Bei eisigen Minustemperaturen und zugefrorenen Seen heißt es: Schlittschuhe raus und ab auf die glatten Flächen. Aber ist das überhaupt ein sicheres Vergnügen?
„Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen, zu prüfen, ob man sich wirklich aufs Eis wagen will oder nicht“, betont Nina Wiescheloh von der Stadt Dülmen. Ratschläge oder gar Warnungen von offizieller Seite gibt es daher nicht. „Wir gehen nicht rum und klopfen ab, ob das Eis jeweils dick genug ist“, so die Pressesprecherin.
Überhaupt gibt es für die Stadt auch gar nicht viel zu regeln, denn die betroffenen Seen finden sich fast ausnahmslos in Privatbesitz. Wie die im Wildpark, die der Herzog von Croy'schen Verwaltung unterstehen. Hier ist es sogar offiziell erlaubt, auf den Fischteichen die Kufen unterzuschnallen und loszulegen. Allerdings gibt es in diesem Jahr schlechte Nachrichten für Schlittschuhläufer. Denn die Fischteiche - anders als zunächst vermeldet - sind in diesem Jahr nicht befahrbar, da kein Wasser eingefüllt ist. Eissportler müssen sich also bis zum nächsten Jahr gedulden, um im Wildpark schlittern zu können. „Es ist wichtig, dass dann keine Fische mehr in dem Gewässer sind, weil diese sonst durch das permanente Dröhnen durch die Läufer auf dem Eis immens gestört werden“, betont Fischzuchtmeister Dieter Schwarten. Die Fischteiche eignen sich so gut für den Winterspaß, weil das Wasser nur kniehoch ist und bei einem Einbruch nichts Schlimmeres als kalte Füße und Beine drohen.
Eher wenig los ist am Dülmener See. „Wir haben hier eine Karpfenzucht und lassen daher im Winter das Wasser ab“, erklärt Betreiber Thomas Fischer. Ganz unmöglich ist es aber doch nicht. „Es gibt einige Flächen, maximal zehn mal zehn Meter groß, auf denen Pfützen vereist und schlittern möglich ist“, so Fischer. Das wird aber nur spärlich genutzt, einige Kids aus der Region oder der Feriengäste wagen sich dort auf das Eis, was auf den Pfützen völlig ungefährlich ist.
Überhaupt scheinen die Dülmener sehr vorsichtig mit den Eisflächen umzugehen. Weder in diesem Jahr noch in den Jahren zuvor hat es Unfälle gegeben, niemand musste aus dem Eiswasser gefischt werden. Damit das so bleibt, heißt es aber auch bei den verlockendsten Eisflächen: Vorsichtig testen und bei tiefem Wasser im Zweifel besser auf flache Gewässer ausweichen. kaf