Das Verbreitungsgebiet

Integration spielend leicht

In Coesfeld findet am 15. August ein Fußballturnier mit Flüchtlingen statt. In Hochmoor wurde kürzlich schon gezeigt, wie ausländische Gäste spielend leicht integriert werden können.

Die Mannschaft „SuS Tischtennis/BVB-Fanclub 'Unser Stolz'“ hat bei der Dorfmeisterschaft die Austauschgäste Terrence Zhou (Mitte, l.) und Humphrey Soko (oben, Mitte) im laufenden Turnier mit aufgenommen. Ralf Lütkebohmert (oben, l.) sprach sie an. Foto: p

Bis Sonntag fand die Sportwoche in Hochmoor statt. Zu der Sportwoche gehörte auch die Dorfmeisterschaft im Fußball, bei der Hobbymannschaften gegeneinander antraten. Mit dabei auch die Spielgemeinschaft „SuS Tischtennis/BVB-Fanclub 'Unser Stolz'“. Sportlich lief es schlecht für die Alibi-Fußballer, doch das sollte der guten Laune keinen Abbruch tun. Vor dem zweiten Gruppenspiel sah Teammitglied Ralf Lütkebohmert zwei potenzielle „Neuzugänge“ am Spielfeldrand: Terrence Zhou (20) und Humphrey Shoko (22) aus Simbabwe.

Er fragte sie, ob sie Lust hätten, eine Runde mitzukicken. „Ich habe mitbekommen, dass sie gerne Fußball spielen. Ich hab sie dann einfach gefragt. Fremde Leute anzusprechen, ist kein Problem für mich“, sagt Ralf Lütkebohmert, der sich in der CDU in Gescher politisch einbringt. „Ich engagiere mich gerne für die Integration von Ausländern.“

Die Statuten bei der Dorfmeisterschaft waren so locker, dass auch ein spontaner Einstieg in das Turnier möglich war. Die beiden waren sofort begeistert, zogen sich um und schon waren die Afrikaner aktiv auf dem Feld. Mit Straßenschuhen und großem Laufeinsatz versuchten sie alles, um dem Vorjahressieger „Trapo AG“ Paroli zu bieten, doch es gab erneut eine hohe Niederlage für die multikulturelle Spielgemeinschaft. Immerhin schoss Terrence Zhou ein Tor, was dementsprechend für großen Jubel im eigenen Team sorgte.

Terrence Zhou und Humphrey Shoko sind zu Gast bei der Kinderfreizeit in Hochmoor. Sie sind Gäste des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Die Verständigung klappt mit Englisch sowie Händen und Füßen, so auch bei der Sportwoche. Auch von ihrer Kultur bringen die Afrikaner den Hochmooranern etwas näher, so z.B. mit dem Bau von Regenrohren und Trommeln bei der Ferienfreizeit.