Über 20 Motivwagen rollen durch Legden / Buntes Rahmenprogramm

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Legden. Ganz Legden ist im „Korsofieber“. Denn am Sonntag, 18. September, wird Legden in einem einzigartigen Blütenmeer von Dahlien versinken. Zum nur alle drei Jahre stattfindenden Blumenkorso werden rund 30.000 Besucher erwartet. Bereits um 11 Uhr startet das bunte Rahmenprogramm mit Straßenkünstlern, Clowns, Zauberern und verkaufsoffenem Sonntag.  Zum 3. Mal in Folge findet auch ein Gartenmarkt statt. Über 30 Aussteller bieten Steinmetzarbeiten, Selbstgemachtes aus Leder, persisches Gebäck, edle Wohnaccessoires und Schmuck an. Den Höhepunkt bildet der Korsoumzug ab 14.30 Uhr.

 

Über 400 Kinder in originalgetreuen Kostümen bevölkern unter dem Motto „Dahlien - Kinder - Träume“ die über 20 Motivwagen, die liebevoll mit Dahlienblüten geschmückt sind. „Die Kinder machen den Blumenkorso erst richtig lebendig“, sagt Angelika Hoffmann vom Veranstaltungsteam des Blumenkoros Legden e.V.. Auf dem letzten Wagen des Korsos können die Besucher Dahlienkönigin Laura I. aus der Nachbarschaft Neustadt bewundern. Umrahmt werden die Motivwagen von vielen Fußgruppen und Musikkapellen.

 

Bevor Legden im Dahlienmeer versinkt, wartet auf die Nachbarschaften noch eine Menge Arbeit. „Für den diesjährigen Korso benötigen wir 1,3 Millionen Dahlienblüten“, so Angelika Hoffmann. Pro Motivwagen werden bis zu 50.000 Dahlienblüten gebraucht. Da die Blüten erst einen Tag vor dem Korso an die Wagen getackert werden, ist eine logistische Meisterleistung nötig. Die Blüten stammen von einem vereinseigenen 6.000 Quadratmeter großen Dahlienfeld und von niederländischen Händlern. Am Freitag vor dem Korso ist das große Pflücken angesagt. Dann treffen sich alle Wagenbaugemeinschaften, um zu „ernten“. In der Nacht werden zudem Dahlien per Lkw aus den Niederlanden angeliefert. „In einer Nachtschicht sortieren wir dann die etwa 1.300 Kisten nach Farben und Dahliensorten und stellen sie nach einem Bestellplan für die Wagenbaugemeinschaften zusammen“, so Hoffmann.

 

Ab 6 Uhr morgens beginnt dann am Samstag das Blumenanstecken. In Klebetechnik oder mit Tackergeräten wird Blüte für Blüte angebracht, bis das Gesamtkunstwerk vollendet ist. Dabei wird von den Wagenbaugemeinschaften auf jedes Detail geachtet. „Jeder Motivwagen wird von den Nachbarschaften wie ein rohes Ei behandelt“, so Hoffmann.

 

In den frühen Morgenstunden am Sonntag wird der ganze Ortskern abgesperrt. Wer das Blumenkorso verfolgen will, bezahlt für eine Eintrittskarte fünf Euro. Kinder bis zu einer Größe von 1,50 Meter haben freien Zugang. „Nur mit den Eintrittsgeldern ist solch ein Event zu stemmen. Das Blumenkorso kostet rund 50.000 Euro“, sagt Angelika Hoffmann. Erst nach dem zehntausendsten bezahlenden Besucher schreibt der Blumenkorso schwarze Zahlen. „Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, werden die Überschüsse für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet“, so Hoffmann. jo

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