Die Band „Säss un een“ beweist, dass Dixie-Musik und Münsterland zusammenpassen. Foto: prLegdener Dixie-Band „Säss un een“ über Gemeindegrenzen bekannt


Legden. Den Dixieland ins Münsterland zu bringen hat sich die sechsköpfige Kapelle „Säss un een" aus Legden auf ihre Fahnen geschrieben. Wie Dixie-Musik und Münsterland zusammenpassen? „Dixie-Musik ist leicht und swingend. Das passt zu der Mentalität. Schließlich ist das Münsterland bekannt für Dämmer- und Frühschoppen. Da geht es locker zu und man trinkt in gemütlicher Runde ein Bierchen“, so Andreas Völker, Schlagzeuger der Legdener Dixie-Band „Säss un een“. Dazu passe die Musik wunderbar. Aber Moment: Sechs Mitglieder, obwohl die Band „Säss un een“ heißt (Sechs und einer)? Wie passt das denn? Der Grund, warum man sich so nennt, ist einem ziemlich geselligen Umstand zu verdanken. „Bei unseren Auftritten bekommen wir manchmal einen ausgegeben. Ab und zu sagen wir dann „Säss un een“ für den, der uns einen ausgibt“, so Schlagzeuger Andreas Völker.


Die Band formierte sich im Jahr 1991 mit den Musikern Thomas Kleideiter (Trompete), Hermann Hülsken (Sopran- und Tenorsaxophon) und Ulrich Bramkamp (Posaune) als Bläser sowie den Rhytmusmusikern Peter Hoffmann (Banjo), Wolfgang Bücking (Bass, Piano) und Andreas Völker (Schlagzeug). Seit der Gründung von „Säss un een“ konnte die Kapelle in unveränderter Formation ihr Repertoire ständig erweitern und verfeinern. Mittlerweile ist die Band weit über die Gemeindegrenzen des Dahliendorfes Legden bekannt und begeistert immer wieder durch ihre lockere und ungezwungene, aber nie die Musik vernachlässigende Art ihre Zuhörer und konnte dadurch schon bei so manchem eine neue Liebe zum Dixieland wecken.


Dixieland ist der Name für eine musikalische Richtung des New Orleans Jazz. Er entstand in den Jahren nach 1890 in den Nordstaaten Amerikas. Der Name kommt von der Mason-Dixon Linie aus dem Jahr 1765, die später die Grenze zwischen Nord- und Südstaaten bildete. Global betrachtet handelt es sich bei dem Dixieland um einen orchestrierten Ragtime, der wiederum das „nördlich“, stark von weißer Musik geprägte Gegenstück zu den aus dem Blues abgeleiteten Klavierstilen bildet. Der Dixieland ist aus musikalischer Sicht eine oft überschäumend fröhliche Musik. Dabei wechseln sich, immer an eine eingängige Melodie orientiert, kollektive und solistische Improvisationen der Instrumentalisten ab.

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