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Es geht nur zusammen

Der „SuS-Express“ zu Pfingsten sorgte in Legden und Umgebung für Aufsehen. Unter der Überschrift „Nur mal kurz überlegt…“ legten Dietmar Vögeding (SuS Legden) und Ludger Wolter (FC Germania Asbeck) dar, warum es besser ist, wenn die Eltern am sportlichen Leben ihrer Kinder teilnehmen. Den beiden Vereinen ist es ein Anliegen, Kinder stark zu machen, und das ginge eben nur zusammen mit den Eltern.

Legden. „Der Sportverein ist für viele Eltern wie eine Kinderverwahranstalt“, sagt Jugend-Geschäftsführer Dietmar Vögeding. Allerdings betont er, dass die Eltern in Legden noch gut mitarbeiten würden. Es würde allerdings immer schwieriger werden, ehrenamtliche Hilfe zu bekommen. Außerdem müssen viele Kinder immer länger in der Schule bleiben, wodurch das ganze Training mehr und mehr nach hinten verlagert wird. Das wiederum kann zu Problemen bei der Platzbelegung führen. „Ahnen Sie, wie wichtig eine zuverlässige Trainingsbeteiligung für eine Mannschaft ist…?“, wird im SuS-Express gefragt. Vögeding bemängelt die Mentalität, dass Kinder manchmal nicht zum Training abgemeldet werden, dass viele Eltern den Trainer noch nicht einmal kennen würden. „Auch die Motivation der Trainer ist dann geringer, wenn auf einmal nur die Hälfte zum Training erscheint“, betont Fußballobmann Matthias Isermann. Dabei würde es doch gerade mit den heutigen Medien immer einfacher, sich abzustimmen. Eltern könnten in so vielen Bereichen mithelfen, ohne großartig etwas zu tun. Einfach nur, indem sie ihre Zeit investieren. Beaufsichtigung beim Training, Fahrdienste, Trikots waschen, kleine Feiern organisieren, die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig. „Da, wo es sportlich gut läuft, klappt es meistens auch mit dem Fahren“, bemängelt Vögeding. Doch gerade in schlechteren sportlichen Situationen sollte man ja zur Mannschaft des Kindes stehen, wie Matthias Isermann betont. Um Eltern und andere Menschen ehrenamtlich zu gewinnen, wurde vor dem 1. Spieltag zudem ein grüner Flyer entworfen und verteilt. „Die Eltern verspielen die Chance, am sportlichen Leben ihrer Kinder teilzuhaben, Freud und Leid mitzutragen, gemeinsam zu jubeln oder zu trauern“, heißt es im SuS-Express. Zumal Eltern ja auch viel über ihre Kinder lernen würden, wenn sie sie bei ihrem sportlichen Werdegang begleiten. Am Platz könne man sich während des Spiels auch schön die Zeit vertreiben, wie Matthias Isermann sagt. „Es gibt noch so viele verborgene Schätze, die wir nutzen könnten“, appellieren Dietmar Vögeding und Matthias Isermann an die Unterstützung der Eltern. Mehr Infos bei Matthias Isermann, Tel. 0?25?66/ 9?33?43?86, Dietmar Vögeding, Tel. 0151/46?18?82?12 oder unter www.suslegden. de.