Das Verbreitungsgebiet

Ort für alle Generationen

Wenn Landschaftsarchitekt Reiner Thiel auf seinen Plan schaut, ist er voll in seinem Element. Hinter den vielen lateinischen Fachbegriffen stecken botanische Schönheiten, die ab dem Frühsommer 2015 einen besonderen Ort für alle Generationen schmücken sollen: den neuen Dahliengarten im ehemaligen Obstgarten des Pastors.

Wenn sie noch ein halbes Jahr stehen bleiben, werden die Füße nass: Reiner Thiel, Architekt des Dahliengartens, und Projektkoordinatorin Annika Lacour bfinden sichauf dem Fontänenfeld, das die Besucher ab dem Frühsommer bestaunen dürfen. Foto: bit

Legden. Die Dahlie wird eine besondere Rolle in dem nach ihr benannten Garten spielen. Drei unterschiedlich große Dahlienfelder sind bereits angelegt, erblühen kann das Legdener Wahrzeichen natürlich erst im Sommer 2015. Weitere Markenzeichen des 4.500 Quadratmeter großen Gartens werden großzügige Rasenflächen sein, die zur freien Verfügung – ob Picknick, Sport oder einfach nur zum Faulenzen – stehen. Botanisch aufgehübscht sind diese Plätze durch verschiedene Obst- und Blütenbäume. 

Auf der rechten Seite - vom Haupteingang am Kirchplatz aus gesehen - bauen die Handwerker einen besonderen Rückzugsort. Dort wird sich eine Pergola sowie ein Fontänenfeld befinden. Eine Pergola ist eine Edelstahlkonstruktion, an denen Rankgewächse wie Kletterrosen, Clematis oder Wein sprießen können. Von dort blicken die Gartenbesucher auf das sprudelnde Wasser der Fontänen und den Rest des Dahliengartens. 

An verschiedenen Stellen entstehen Sitzgelegenheiten, die Bänke kennen die Bürger bereits u.a. vom Haus Wessling. Neben den Bänken wird Platz für einen Rollator oder Rollstuhl zum Abstellen bleiben. Direkt am Seiteneingang des kleinen Parks werden Behindertenstellplätze geschaffen, damit diese Menschen nur einen kurzen Weg haben.  Verschiedene Pflanzschalen auf Hüfthöhe sowie eine Multifunktionsfläche, die sich z.B. für Veranstaltungen eignet, runden den Dahliengarten ab. 

Es handelt sich um einen Teil des Regionale 2016-Projektes „ZukunftsDORF Legden – Leben und lernen über Generationen“ und wird dementsprechend gefördert. „Das war eine wilde Wiese“, erläutert Projektkoordinatorin Annika Lacour die Bedingungen vor der Umgestaltung. Die Idee zur Neugestaltung hatte der Blumenkorsoverein schon 2000, aber „es wurde erst 2010 richtig zum Leben erweckt“, so Lacour. Für die Pflege und Instandhaltung des Dahliengartens könnte sie sich einen Förderverein vorstellen, der noch gefunden werden muss. Solange  kümmern sich Gemeindemitglieder darum. „Auch eine Beet-Patenschaft ist ein Thema“, erklärt Annika Lacour.    

„Der Blick in die Tiefe war uns wichtig“, erläutert der Planer Reiner Thiel. Deshalb sollen umliegende Gärten optisch mit einbezogen werden. „Wir brauchen das ganze Jahr ein Konzept, nicht nur, wenn die Dahlien blühen“, erklärt er seine Philosophie. So wird es auch in den kalten Monaten immer etwas zu bestaunen geben. Ein Garten für alle Sinne und für jeden Geschmack. Thiel vermutet Mitte Mai 2015 als Eröffnungszeitpukt. 

Alles weitere muss sich, genau wie die Flora und Fauna im Dahliengarten, im Laufe der Jahre entwickeln. Ideen und Helfer sind immer willkommen, Annika Lacour, Tel. 0 25 66/910 246 ist die Ansprechpartnerin.