Das Verbreitungsgebiet

Potenziale nutzen

Regionale-Projekt in Legden, Wandel der Geschäftslandschaft in Gescher: Am Rande des Kreises Borken passiert jede Menge. Dr. Kai Zwicker, Landrat des Kreises, macht sich seine Gedanken über die beiden Orte und äußert sich auch zum Thema Ladenleerstände in Gescher.

Rät den Gescheranern, für eine attraktivere Innenstadt zusammenzuarbeiten: Landrat Dr. Kai Zwicker, hier vor dem Borkener Kreishaus. Foto: bit

Viel wurde schon über die Ursachen dafür diskutiert. „Attraktive Städte wie Münster ziehen Kaufkraft ab“, meint Dr. Zwicker, der auch den Internethandel als Grund für Schließungen ansieht. Er findet es schade, dass durch Leerstände Lebensqualität verloren geht, da ein „Leerstand auch oft einen Leerstand nach sich zieht“. Da der Landrat jedoch Gescher als enorm interessanten Standort bezeichnet, denkt er auch, dass die Schließungen „kein Gescher-spezifisches Problem“ sind. Ladenaufgaben gäbe es auch in vielen anderen Städten. 

Um die Innenstadt attraktiver zu gestalten, sei die „Eigeninitiative der Kaufmannschaft“ sehr wichtig. „Allgemeines Genörgel sollte man vermeiden. Alle müssen zusammenarbeiten.“ 

Wichtig sei, Geschers attraktive Lage deutlich zu machen (z.B. die Nähe zur Autobahn und somit auch gute Anbindung zum Ruhrgebiet). „Die Museumslandschaft ist ein absolutes Highlight“, lobt er einen weiteren Pluspunkt. Deshalb sei Gescher auch für junge Familien sehr attraktiv. Dr. Kai Zwicker hält außerdem die Entscheidung für eine Gesamtschule in Gescher als richtungsweisend für die Zukunft des Schulstandortes.

Das „Zukunftsdorf“ Legden habe sich laut Aussage des Landrates ebenfalls positiv entwickelt. Dank eines hohen ehrenamtlichen Engagements habe es das Dahliendorf immer wieder geschafft, das Regionale-Projekt und Veranstaltungen wie den Blumenkorso zu stemmen. Dass beim Projekt „ZukunftsDORF 2016“ die Barrierefreiheit gefördert wird und es sich um ein generationsübergreifendes Projekt handelt, lobt der Landrat. Ein Indiz für die Attraktivität Legdens sei auch die gestiegene Geburtenrate. 

Dr. Zwicker freut sich auf die baldige Fertigstellung des Dahliengartens in der Dorfmitte. Es habe zwar viele Meinungsverschiedenheiten dazu gegeben, doch „das Ergebnis wird jede Diskussion verstummen lassen“, sagt Dr. Zwicker, der ergänzt: „Alle Planungen sollten auf den Mehrgenerationengedanken gerichtet werden.“ Dass auch Legden genau wie Gescher ein attraktiver Standort für Unternehmen sei, macht Dr. Kai Zwicker an der Erschließung des neuen interkommunalen Gewerbegebietes „Heying Esch“ fest.