Das Verbreitungsgebiet

Ungebrochenes Eigenbewusstsein

Egal, was die Letteraner in der Vergangenheit angepackt haben, sie haben es immer in dem Bewusstsein getan, dass sie ihren Ort stärken, dass sie die Lebensqualität erhöhen und die Attraktivität steigern.

Die alte Mühle ist längst Wahrzeichen von Lette. Foto: pr

Sie diskutieren, sie planen, sie finden Lösungen und setzen sie anschließend auch um. Natürlich mit den ihnen zustehenden Mitteln aus der öffentlichen Hand, aber immer auch mit dem eigenen Willen und dem Zusammenhalt der Letteraner Vereine oder Nachbarschaften. Wenn es darum geht, den Ort zu verschönern, stehen sie zusammen.

Allen voran ist aus der Geschichte der vergangenen 30 Jahre sicher Kurt Ernsting zu nennen. Allein durch die ungewöhnliche Architektur seines Betriebes hat er Zeichen gesetzt. Die Firmenzentrale des Unternehmens wurde vom Parkhaus bis zur umgebenden Landschaftsgestaltung zu einem vielfach ausgezeichneten Gesamtkunstwerk. Aber auch die Umwandlung des Hofes Herding in ein Glasmuseum oder die Nutzungsänderung des ehemaligen Landschulheimes zu Höltings Café haben dem Ort neue Entwicklungsmöglichkeiten gegeben. Überhaupt hat der Unternehmer den Ortskern sehr stark mitgeprägt, hat der Nutzung verschiedener Grundstücke durch die Bindung an Architekten einen besonderen Flair gegeben.

1990 konnte Lette auf 1.100 Jahre Ortsgeschichte zurückblicken, ein Jubiläum, das gebührend gefeiert wurde. 

Gut erninnern kann sich Gerold Wilken, erster Vorsitzender des Heimatvereins Lette, als in den 80er Jahren die Querungshilfen an den Durchgangsstraßen angelegt wurden. Viele Baugebiete kamen hinzu und die Bevölkerung wuchs stetig. Dies zog  Erweiterungen und Umbauten der Kindergärten nach sich. Ein harter Schnitt war die Schließung der Hauptschule. Vor zehn Jahren wurde auch aufgrund des demographischen Wandels zu den Alteneinrichtungen und den Tageseinrichtungen ein Pflegeheim gebaut. 

Eine nicht unerhebliche Entlastung hat der Bau der Umgehungsstraße dem Ortskern gebracht. Vor elf Jahren wurde sie eröffnet und die prognostizierten Nachteile für den ortsansässigen Einzelhandel und die Handwerksbetriebe war nicht so dramatisch wie eingangs befürchtet.

Mit großem Engagement, Nachbarschaftshilfe, Unterstützung durch Vereine, Sponsoren und Privatpersonen wurde die Skateranlage gebaut, der Gemeindeplatz neu gestaltet und das Wassertretbecken angelegt, um nur einige Beispiele des aktiven Zusammenlebens aufzuzeigen.

Im vergangenen Winter konnte nach langer Wartezeit der Neubau des Bahnhofs abgeschlossen werden, an dem die Park and Ride Anlage sowie die Fahrradstation in Eigenleistung vom Heimatverein und Privatleuten angelegt wurde. Richtig beneidet werden die Letteraner für die Überdachung am Sportplatz, der sich für Großveranstaltungen hervorragend eignet. Ebenso zukunftsfähig wurde der  Fahrplatz für die Reiter und die Hallenanlage gebaut.