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Ganz Flamschen feiert

Die Königsplakette aus dem Jahr 1744 gibt es noch. Diese dürfte sicher beim 275-jährigen Jubiläum des Schützenvereins Flamschen von den Gästen genau begutachtet werden.

Sind heiß auf das Fest (v.l.): Pressewart Georg Lammering, König und Kassenwart Frank Hemsing, Schriftführer Alfred Richters und der Vorsitzende Thomas Borgert.

<ortsmarke>Acht Arbeitskreise mit insgesamt über 50 aktiven Mitgliedern, Frauen und Landjugendlichen haben sich seit 2016 den Kopf zerbrochen, wie man das stolze Jubiläum angemessen feiern kann. Dabei rausgekommen ist ein dreitägiger Feiermarathon mit vielen kleinen pfiffigen Ideen.</ortsmarke>

So steht natürlich das Kaiserschießen am 4. Mai (Samstag) im Mittelpunkt. 32 gekrönte Häupter werden den Vogel ins Visier nehmen. Darunter auch der amtierende König Frank Hemsing, der nicht nur als Majestät, sondern auch als Kassenwart erheblich in die Vorbereitungen eingebunden war.

Alle 17 Coesfelder Schützenvereine werden auf dem Platz an der Freilichtbühne erwartet, insgesamt rechnen die Organisatoren mit weit über 1000 Teilnehmern. Ein imposantes Bild, das sich den Besuchern bieten dürfte. „Wir rechnen mit einem riesigen Anschluss“, betont dann auch Frank Hemsing.

Wer übrigens noch nicht weiß, dass die Flamschener Schützen in diesem Jahr Jubiläum feiern, der dürfte in den kommenden Tagen auf vielfältige Art davon Wind bekommen. Der äußerst rührige Arbeitskreis „Kreative Ideen und Outfit“ hat nicht nur die Schützenbrüder passend mit neuen Hemden und Krawatten versorgt, sondern kleine Korkmännchen gebastelt, die ganz unterschiedliche Aspekte des Festes widerspiegeln – vom Königspaar bis zur Messe sind viele kleine Szenen nachgestellt. Verantwortlich dafür zeichnet vor allem die Nachbarschaft Oelt Höffer Hook, die immer montags aktiv geworden ist. Die Männchen sollen sich zum Beispiel am Ortsschild von Flamschen oder anderen prägnanten Orten finden. Ebenfalls eine Idee des Arbeitskreises: Mit einem großen Ballenwagen hatte der Verein sich beim Karnevalszug Goxel beteiligt. Und in Kürze werden große Strohpuppen für das Event werben. Eine Festschrift wird ebenfalls passend zum Jubiläumswochenende fertig gestellt.

Die Festfolge wurde leicht verändert. Das Zelt steht in diesem Jahr auf dem Areal vor dem Vereinsheim, die Vogelstange ebenfalls. So wird dem größeren Zuschauerkreis Rechnung getragen. Am Freitag wird der alte König verabschiedet und am Sonntag der neue mit einem Königsball begrüßt. „Wir wollten nicht noch einen dritten Königsball eröffnen“, so Frank Hemsing. Der neue Kaiser darf sich daher am Samstag bei einem Kommersabend unter anderem von einem holländischen Spaßorchester unterhalten lassen.

Trotz aller durchdachter Planung bleibt der Unsicherheitsfaktor Wetter, wie der Vereinsvorsitzende Thomas Borgert weiß. „Beim letzten Jubiläum hatten die Schützen schon am Grünen Weg das Wasser in den Schuhen stehen“, erinnert er sich. Ein Arbeitskreis gutes Wetter wollte sich aber einfach nicht finden lassen, so dass die Schützenbrüder wohl auf Petrus vertrauen müssen.