Das Verbreitungsgebiet

Soziales liegt ihm am Herzen

Auch drei Monate nach der Bundestagswahl stockt die Bildung einer neuen Regierung. Für

Marc Henrichmann, den neuen Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis

Coesfeld/Steinfurt II, waren die ersten Wochen

dennoch ausgefüllt mit Terminen, Beratungen,

Sitzungen und Gesprächen im Wahlkreis.

Über seine ersten drei ereignisreichen Monate im Parlament berichtete er in einem Pressegespräch im Stift Tilbeck. Auch die Geschäftsführerindes Stiftes Tilbeck, Ruth Meyerink, folgte mit viel Interesse den Ausführungen des Bundestagsabgeordneten. „Das Parlament ist trotz der schwierigen Regierungsbildung arbeitsfähig“, unterstrich der Havixbecker.

Ihm sei es wichtig, den Eindruck zu zerstreuen, das Fehlen einer Bundesregierung sei gleichzusetzen mit „Abgeordneten, die nichts zu tun haben.“ Das Büro in der Hauptstadt Berlin ist eingerichtet und eine kleine Wohnung für die 20 Sitzungswochen des Jahres hat der 41-Jährige gefunden. Innerhalb der NRW-Landesgruppe hat Marc Henrichmann bereits Kontakte geknüpft, in der Münsterlandrundemit den Fraktionskollegen aus der Region kennt man sich ohnehin.

In der Fraktion engagiert er sich im Parlamentskreis Mittelstand, der für die Belange kleiner,mittlerer und familiengeführter Unternehmen eintritt, und in der Arbeitnehmergruppe. Aktiv ist er darüber hinaus im Arbeitskreis für Natur und Landwirtschaft sowie in der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik. Sich um die Sorgenund Nöte der Menschen kümmern, die Realität nicht aus den Augen verlieren – das ist ein großes Anliegen des frisch gebackenen Bundestagsabgeordneten.

So ist es ihm auch ganz wichtig, nicht nur in der Hauptstadt verankert zu sein, sondern Kontakt zu den MenschenimWahlkreis zu halten. Im Kreis Coesfeld und im südlichen Kreis Steinfurt macht sich Henrichmann regelmäßig ein Bild von den Themen, die die Menschen beschäftigen. Es wurde deutlich, mit welchem Engagement er soziale Themen verfolgt. So besuchte er die Tafel Lüdinghausen und ließ sich vom Bunten Kreis Münsterland das Projekt „Kompass“ vorstellen. „Der Bunte Kreis leistet sehr wertvolle Arbeit für die Familien chronisch kranker und frühgeborener Kinder“, stellt Henrichmann fest.

Er zeigt sich erleichtert darüber, dass der Verein nun sowohl vom Kreis Coesfeld als auch von den Städten Coesfeld und Dülmen für weitere drei Jahre gefördert wird. Deutlich macht Henrichmann aber auch, dass die Kommunen diese freiwillige Leistung nicht dauerhaft übernehmen können. Er hat daher im Gesundheitsministerium angefragt, wie über Förderprogramme oder durch die Krankenkassen diese Form der niederschwelligen Elternberatung in Zukunft finanziert werden kann.

Statt einer Verteilung von Geldern nach dem „Gießkannenprinzip“ möchte er sich dafür einsetzen, kleinteilige Projekte zu fördern. Henrichmann bezeichnet sich als einen Menschen, der gerne einmal quer denkt. Er möchte „Diskussionen anstoßen, statt sich auf den Standpunkt zurückzuziehen, das geht sowieso nicht.“ Der Abgeordnete hat festgestellt, dass sich die Menschen für Politik interessieren. Dieses Interesse will er fördern und das „Raumschiff Berlin“ so transparent wie möglich machen. „So viele Fahrten nach Berlin wie möglich“ möchte er für Schulen unterstützen.

Seinen inhaltlichen Schwerpunkt sieht er in der Innenpolitik, insbesondere in der inneren Sicherheit. Ziel ist daher die Mitarbeit im Innenausschuss. „Sicherheit und Terrorismusbekämpfung lassen sich am ehesten durch eine enge Kooperation von uns Europäern mit allen demokratischen Staaten gewährleisten“, ist er überzeugt. Vor diesem Hintergrund diskutierte er mit einer Delegation der tunesischen Opposition über die Zusammenarbeit in der Terrorabwehr, die Flüchtlingsfrage und den demokratischen Aufbau in dem nordafrikanischen Land.

Mit dem armenischen Botschafter sprach Henrichmannüber den Ausbau der Beziehungen der beiden Länder und die Stärkung der Demokratie. Hochinteressante Einblicke beim Blick über den Tellerrand habe er aus diesen Gesprächen mitgenommen. Er sprach sich für eine gemeinsame Arbeit innerhalb Europas aus, um Länder zu unterstützen, die sich demokratisch auf den Weg machen. Digitalisierung, innovative Projekte auch in der Landwirtschaft, die aber gelegentlich von Hindernissen ausgebremst wird, Tierschutz, der Ausbau einer guten Verkehrsinfrastruktur – auch diese Themen stehen bei ihm auf der Tagesordnung.

Großen Wert legt Henrichmann auf die Zusammenarbeit mit den Kirchen und kirchlichen Verbänden. Mit den katholischen Sozialverbänden hat er sich bereits über die Rentenpolitik ausgetauscht, auch an einer Aktion der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung (KAB) zum Schutz des Sonntags beteiligt sich der heimische Abgeordnete. Die Arbeit in Berlin setzt Henrichmann am 16. Januar (Dienstag) mit Beginn der ersten Sitzungswoche des Jahres fort.