Das Verbreitungsgebiet

Glückliche Gesichter

Messdiener, Hobbyfußballer und Lebensretter – eine bunte Mischung an Geehrten durfte sich über den Ehrenamtspreis der Stadt Dülmen freuen.

Eine starke Truppe: Die Otternasen aus Merfeld haben nicht nur ein renommiertes Turnier etabliert, sondern sammeln und kicken dort Jahr für Jahr für den guten Zweck.

Vergeben wurde dieser – wie es gute Tradition in der Tiberstadt ist – beim Neujahrsempfang in der Aula des Schulzentrums. Dabei konnte die Veranstaltung in diesem Jahr die jüngste Preisträgerin der Geschichte des Ehrenamtspreises vorweisen.

Die erst 18-jährige Jennifer Gerdemann wurde für ihren Einsatz in Messdiener- und Jugendarbeit der St.-Viktor-Gemeinde ausgezeichnet. Und so konnte Laudator Christian Rensing seinen Stolz auf „Jenny“, die er seit zehn Jahren kennt und betreut, nicht verbergen. „Du bist an allen Stellen mit Leidenschaft dabei“, blickte er auf ihren Weg zurück Nach der Erstkommunion im Jahr 2007 war sie zu den Messdienern gekommen und hat schnell Leitungsaufnahmen übernommen. Jetzt ist sie nicht nur in den Jugendgruppen aktiv, sondern auch im Ortsausschuss und seit 2017 sogar im Pfarreirat. Da sei es wenig überraschend, so Christian Rensing, dass sie auch beruflich mit dem Pädagogikstudium ihren Weg weitergehe. „Du hast dir die Messdienerarbeit wirklich auf die Fahne geschrieben“, lobte er ihren Einsatz, hob aber auch den Rückhalt der Familie hervor, die ebenfalls in Kirchengemeinde, Schützen- und Sportverein äußerst aktiv sei.

Dass man mit sportlichem Engagement ebenfalls Preisträger werden kann, das bewies die Truppe der Otternasen. Die Hobbyfußballtruppe hat sich aber nicht nur mit Ballkunst einen Namen gemacht, sondern vor allem mit sozialem Einsatz. So kommen alle Erlöse des jährlichen Otternasen-Cups kranken Kindern zu Gute. Mit Karl Schiewerling hatten die Kicker einen prominenten Laudator an Bord, der selbst schon mit dem FC Bundestag gegen die Merfelder antreten durfte und so manche Anekdote zu berichten wusste. „Ich war immer mächtig stolz, wie die Otternasen ihre Heimat und den Kreis Coesfeld vertreten haben“, betonte er. Die Truppe hätte immer die Nase im Wind und sei „ein starkes Stück Dülmen und Botschafter für den guten Geist“.

Chef-Otternase Jürgen Mischke machte in seiner Dankesrede dann auch deutlich, dass der Erfolg Ergebnis von viel Überzeugungsarbeit und viel Klinkenputzen sei. „Ich hoffe, dass noch viel mehr Menschen sich für die Gesellschaft engagieren“, appellierte er.

Dr. Martin Olbrich dufte schließlich mit dem Jugendausschuss der DLRG die dritten Preisträger im Bunde begrüßen. Er als „Vertreter der Blaulichtfraktion“ freue sich besonders, die jungen Retter auszeichnen zu dürfen. Die Truppe gehe ganz in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe auf und bilde sich zum Beispiel am Wochenende oder in den Ferien intensiv weiter. So kümmert sich der Ausschuss zum Beispiel um die Schwimmkurse, organisiert aber auch ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm im und abseits des Beckens. Und natürlich haben sie auch beim Bau des DLRG-Heims kräftig Hand angelegt.

Dotiert sind die Preise, die von der Sparkasse Westmünsterland gestiftet werde, mit je 500 Euro.