Das Verbreitungsgebiet

Erfolgreiche Visionen

Aus einer Idee im einem Roruper Keller wurde ein international agierendes Unternehmen. Andries Broekhuijsen, Geschäftsführer von Becker Robotic Equipment, ist frisch gebackener Unternehmer des Jahres.

 

Der Preisträger Andries Brockhuijsen inmitten seiner Familie, den IDU-Kollegen und Vertretern von Sparkasse und Stadt

Zum dritten Mal wurde der Preis, den die IDU ins Leben gerufen hat, verliehen, und Andries Broekhuijsen reiht sich hinter seinen Vorgängern Markus Wang und Markus Enseling ein. 24 Unternehmen waren vorgeschlagen worden, sieben hatten schließlich der Jury zur Bewertung vorgelegen.

„Ich konnte es bisher vermeiden, an diesem Wettbewerb teilzunehmen“, gab sich Broekhuijsen in seiner Dankesrede beim IDU-Neujahrsempfang in der Sparkasse Westmünsterland ganz beschieden. Denn, so der 60-Jährige, er sehe sich nicht im Wettbewerb mit den anderen Unternehmern. Viele davon seinen seine Freunde oder gute Kollegen, letztlich „leisten wir alle unseren Beitrag“. Das sein Beitrag aber ein ganz besonderer ist, das wussten die Jury und LaudatorMarkus Enseling zu würdigen.

Schließlich habe Andries Broekhuijsen, der 1982 nach Dülmen gezogen ist, sich 1993 im heimischen Kellermit seiner Vision selbstständig gemacht. Schon fünf Jahre später zählte das noch junge Unternehmen zehn Mitarbeiter. Jetzt stehen nicht nur 90 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste, die Firma unterhält Niederlassungen in Atlanta, Detroit und Mexiko. Eine Expansion nach Vietnam, Indien und China wird folgen. Kerngeschäft ist Autozubehör, aber auch Equipment für andere Branchen.

Die Dülmener kennen Broekhuijsen aber nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Entwickler des Kasernengeländes, wo seine eigene Firma 2016 eine neue Heimat gefunden hat. „Er hat ein riesiges Areal aus dem Dornröschenschlaf erweckt“, fand Markus Enseling treffende Worte für die Leistung, die nicht immer ohne Widerstände und Probleme vonstatten gegangen ist. Aber, so Enseling, der Preisträger habe immer an seine Ideen und Visionen geglaubt.

Daneben galt es, Punkte in einem umfangreichen Kriterienkatalog zu sammeln. Von Mitarbeiterzufriedenheit über Klimaeffizienz bis hin zum Marketing und Innovationen reichten die Kategorien, in denen Punkte vergeben wurden. Und, das konnte IDU-Geschäftsführer Harald Wehmeyer verraten, die Entscheidung sei wieder sehr knapp ausgefallen. Vor der Preisverleihung nutzten Bürgermeisterin Lisa Stremlau und Sparkassen- Vorstandsmitglied Norbert Hypki die Gelegenheit, den Dülmener Unternehmern ihren Dank auszusprechen.

Unisono lobten sie den Einsatz der Firmen für ihre Stadt und betonten die gute Zusammenarbeit auch untereinander. Netzwerken, so Lisa Stremlau, heiße in Dülmen, sich untereinander auszutauschen und einander zuzuhören. Dass das immer mehr Firmen unter dem Dach der IDU tun, davon konnte deren Vorsitzender Klaus Göckener berichten. Denn ganz kurz vor dem Empfang sei die 100-Mitglieder- Marke geknackt worden.