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Geisterstunde

Die Vorfreude auf das Kindertheaterstück „Das kleine Gespenst“ nach Otfried Preußler wird so langsam immer größer. Am 30. Mai (Christi Himmelfahrt) feiert die Freilichtbühne Billerbeck um 16 Uhr mit dem diesjährigen Sommerstück Premiere.

Nacht für Nacht werden die Spukgestalten auf Burg Eulenstein lebendig und kommen aus ihren Bildern.

„Es wird einfach toll. Wir haben auch viel Arbeit hereingesteckt“, zeigt sich Regisseurin Bianca Grzanowski schon stolz.

Herausgekommen ist eine zauberhafte Geschichte rund um das kleine Gespenst mit wunderbarer, eigens für diese Inszenierung komponierter Musik. Im Mittelpunkt steht das kleine Gespenst, das Nacht für Nacht durch die Burg Eulenberg huscht.  Der größte Wunsch aber ist es für ihn, die Welt bei Tag zu sehen. Und eines Tag wird es wahr – das kleine Gespenst wird nicht um Mitternacht wach, sondern mittags. Es sorgt für viel Wirbel in der Stadt Eulenberg und findet aber auch Freunde in der Menschenwelt. Emilia Alexander schlüpft dabei in die Rolle des kleinen Gespenstes.

„Das Schwierige an der Rolle ist der abrupte Stimmungswechsel. Das Gespenst ist mal wütend, mal traurig oder dann aber auch wieder fröhlich“, so die 13jährige Schülerin, die das aber mit ihrer langjährigen Bühnenerfahrung auch schnell heraus hat. Für sie ist es auch ein „Kick“, immer wieder andere Rollen zu spielen. Bei „Emil und die Detektive“ war sie als Pony Hütchen zu sehen.

Ihre erste Rolle an der Bühne in Billerbeck hat dagegen die zwölfjährige Mirja Ring als Schulmädchen Friederike. „Ich bin die Besserwisserin unter den Schülern“, charakterisiert Mirja ihre Rolle. Was sie eigentlich auch privat etwas sei, fügt sie schmunzelt hinzu. Anstrengend waren die Proben für sie einerseits, andererseits aber auch entspannt. „Das Casting war dagegen schwer. Ich war total schüchtern“. Doch mittlerweile hat Mirja ihre Schüchternheit abgelegt. Die Proben war nicht immer einfach. „Wir standen hier mit Skiunterwäsche oder auch mit Regenkleidung, weil es gerade mal fünf Grad war“, erinnert sich Mirja.

Die Herausforderung war es diesmal auch wieder, mit gut 40 Akteuren zu arbeiten. Die meisten sind auch komplett das Stück über auf der Bühne und haben zwei Rollen und dadurch auch unterschiedliche Kostüme. „Was hinter der Bühne während des Stücks so los sein wird, das grenzt schon an einer logistischen Meisterleistung. Kostüme werden gewechselt, Mikro-Pods weitergegeben“, so die Regisseurin. Auf die Sekunde genau müsse alles laufen, die Szenenanschlüsse müssen stehen. Sie ist stolz auf die Leistung ihres Ensembles. 

Und ob das kleine Gespenst wieder den Weg zurück zur Burg Eulenstein findet und welchen Unfug es zwischendurch treibt, das erleben die kleinen und großen Zuschauer bei insgesamt 18 Vorstellungen auf der Freilichtbühne Billerbeck. Premiere ist am Donnerstag (30. Mai) um 16 Uhr.