Das Verbreitungsgebiet

Blick über den Tellerrand

Seit Dienstag (8. Januar) ist im Caritas Haus Coesfeld an der Osterwicker Straße eine Ausstellung zu sehen, die den Blick auf ein wichtiges gesellschaftliches Thema lenkt: die Situation von Menschen mit Behinderungen.

Verwaltungsleiter Christian Dierkes (v.l.), Vinzenz Mersmann (Fachdienst Integration & Migration und Anna Kablitz (young caritas) freuten sich, die Ausstellung präsentieren zu können.

Aber nicht in Deutschland, sondern in Tadschikistan, einem der ärmsten Länder der Welt. Die Situation von Menschen mit Behinderungen unterscheidet sich in Tadschikistan ganz gravierend von der in Deutschland. Dies verdeutlicht die Ausstellung „Wir gehören dazu.“

Die young caritas-Gruppe und der Fachdienst Integration & Migration haben die Präsentation in den Räumlichkeiten vorbereitet. „Wir Caritasmitarbeiter sind oft die ersten, die den Müttern sagen, dass sie nicht die einzigen Eltern eines behinderten Kindes sind“, gewährt in der Ausstellung eine tadschikische Caritas-Mitarbeiterin Einblick in ihren Alltag.

„Menschen mit Behinderung stehen im Mittelpunkt in vielen Diensten und Einrichtungen unseres Caritasverbandes“, erklärte Verwaltungsleiter Christian Dierkes bei der Ausstellungseröffnung. „Doch wir leben nicht alleine auf dieser Welt. Immer wieder hilft uns caritas international, den Blick über den Tellerrand zu richten.“ Anna Kablitz von young caritas stellte anhand eines Beispiels aus Deutschland dar, dass Inklusion ganz selbstverständlich sein kann. „Aber so einfach ist Inklusion nicht immer und genau das wollen wir anhand des Beispiels Tadschikistan zeigen.“

Kurz und prägnant wirft die Präsentation ein Schlaglicht auf die Situation in dem Land und lässt Bilder und kurze Texte sprechen. Neben den Fototafeln macht ein sechsminütiger Film der Journalistin Jutta Müller auf das Leben der Kinder mit Behinderung aufmerksam. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Januar zu sehen