Das Verbreitungsgebiet

Viel Rückenwind erfahren

Es soll ein Weckruf werden, wenn am kommenden Freitag (20. September) Schüler aus Dülmen und Umgebung in der Tiberstadt auf die Straße gehen.

Fast alle Dülmener Schulen machen mit und die Organisatoren rechnen außerdem mit Schützenhilfe aus den Nachbargemeinden.

Dort wird ab 10 Uhr die kreisweit erste Klimademo stattfinden. Eine Woche zuvor haben die Organisatoren der Dülmener Gruppe „Fridays for Future“ und „Parents for Future“ mit Kreidezeichnungen und Handzetteln dafür die Werbetrommel gerührt.

„Wir wollen Druck auf die Politik ausüben“ fasst Michel Sommer, Sprecher der Dülmener FFF-Gruppe zusammen. Sie hätten bereits Zuspruch von verschiedenen Parteien und auch von der Bürgermeisterin erfahren. Auf der Agenda stehen dabei Themen wie Klimanotstand in Dülmen oder der Ausbau von Radwegen.

Schüler Alpay Alkin bemerkt an seiner Schule, dem Clemens-Brentano-Gymnasium, viel Zuspruch für die Klimabewegung. „Die Lehrer erkennen, dass wir etwas Gutes tun und dass wir als junge Generation mit unserer Meinung viel erreichen können“, betont er. Auch wenn die Lehrer rein rechtlich die Demonstration nicht gut heißen dürften, sei doch viel positives Feedback auch von Seiten der Pädagogen zu spüren.

Und seine Mitstreiterin Felicitas Höing hofft, dass rund 600 Schüler dem Aufruf folgen werden, eben diese Meinung in Form einer Demo auch öffentlich zu machen. „Wir haben sehr viel Arbeit in die Demo gesteckt, diverse Vorbereitungstreffen über mehrere Stunden haben stattgefunden“, betont sie. Alle, die an der Demo mitwirken, seien extrem motiviert, etwas zu verändern.

Die Zahl scheint nicht zu hoch gegriffen, denn laut den FFF-Aktivisten sind nicht nur fast alle Dülmener Schulen mit von der Partie, auch aus den Nachbargemeinden wie Coesfeld oder Nottuln haben Schülergruppen ihr Kommen angekündigt.

Unterstützung erhalten die Schüler dabei von der Gruppe Parents for Future, die der nächsten Generation vor allem den Rücken stärken und bei der Demonstration ebenfalls Gesicht zeigen wollen. Wer mitmachen möchte, sollte am kommenden Freitag (20. September) um 10 Uhr zum Löwendenkmal in der Dülmener Innenstadt kommen.