Das Verbreitungsgebiet

Mit Herz und Hand

Die Spuren des Engagements sind überall in Lette zu finden. Aber längst nicht alle wissen, was der Heimatverein für den Ort seit 50 Jahren leistet.

<ortsmarke>Die Dienstagsgruppe ist vielleicht die bekannteste Truppe des Heimatvereins. Seit vielen Jahren kümmern sie sich unter anderem darum, dass der Heidefriedhof so schmuck daher kommt. </ortsmarke>

Aber das ist nur eine der vielen Aufgaben, denen der Heimatverein sich verschrieben hat. Erwachsen ist dieser dabei vor genau 50 Jahren aus der Idee des ersten Vorsitzenden Franz Ranneberg, Exponate für das noch junge Museum im Heimathaus zu erhalten. Zahlreiche Funde – zum Beispiel beim Bau der Grundschule oder am alten Kirchplatz – kamen dabei bei den Ausgrabungen zu Tage, zuletzt wurden 1991 Relikte aus der jüngeren Bronzezeit gefunden.

Daneben machte es sich der Verein zur Aufgabe, den Bekanntheitsgrad von Lette zu steigern und Touristen anzulocken.

Das Museum, das mittlerweile sogar ein museumspädagogisches Konzept vorweisen konnte, wuchs. Und auch das Heimathaus wurde erweitert um den Herdfeuerraum. Das Heimathaus ist heute ein Ort, den auch Schulklassen gerne besuchen, um in die Geschichte des Ortes einzutauchen.

Stück für Stück hat der Heimatverein in seinem halben Jahrhundert Vereinsgeschichte dazu beigetragen, den Ort zu verschönern. Ob Ruhebänke, Radwanderhäuschen oder natürlich das beliebte Wassertretbecken – ohne den Heimatverein wäre der Ort um einige Attraktionen ärmer. Immer da, wo das Stadtsäckel das nötige Kleingeld nicht mehr hergibt, springen die aktiven Ehrenamtlichen ein, krempeln die Ärmel hoch und packen selbst an.

Und das sind immerhin stolze 530 Mitglieder, auch wenn es für den heutigen Vorsitzenden Gerold Wilken gerne noch mehr Jüngere sein dürften. „Das Interesse ist durchaus da, aber Arbeit und Familie bindet viel Zeit“, weiß er um das Dilemma. Dabei spricht eigentlich alles dafür, dass der Heimatverein als Träger der freien Jugendarbeit in Lette einen guten Draht zur nächsten Generation hat. „Zu uns kommen zum Beispiel die Kulturstrolche ins Museum“, so Gerold Wilken.

Dann gibt es da noch die Aktivitäten, die nicht auf den ersten Blick auffallen. So repariert der Heimatverein zum Beispiel alte Fahrräder und stellt sie den Flüchtlingen zur Verfügung.

Natürlich feiert der Verein auch gerne. Ob bei gemütlichen Treffen, Fahrradtouren, plattdeutschen Nachmittagen oder beim jährlichen Highlight, dem Kartoffelmarkt – die Mitglieder des Heimatvereins leben ihre Verbundenheit zu Lette. Kein Wunder, dass der Kartoffelmarkt der ideale Anlass ist, das runde Jubiläum zu feiern. Am Sonntag (10. September) um 11 Uhr lädt der Heimatverein zur Feierstunde ins Zelt neben dem Heimathaus ein. Vertreter aus der Politik aus vom Bezirksausschuss werden den Letteranern zu 50 Jahren Heimatverein gratulieren. Herzlich eingeladen sind natürlich auch alle Gründungsmitglieder des Vereins.

<infotext>www.heimatverein-lette.de</infotext>