Das Verbreitungsgebiet

Ein ganz besonderes Best of

Sie sind die Sänger der zweiten Reihe, das schmückende Beiwerk für die Solisten. Die musik:landschaft Westfalen rückt die Chöre am 23. August um 20 Uhr in den Mittelpunkt eines Festivals auf dem Marktplatz.

Annette Rabert, Dirk Klapsing und Heinz Öhmann (v.l.) vor dem Kreuz, an dem die Bühne bei der „Galanacht der Opernchöre“ positioniert wird. Foto: as

Coesfeld. Für die imposante „Galanacht der Operchöre“ voller bekannter Melodien-Highlights wurde eigens ein Festivalchor gegründet. 128 Laien-Sänger proben einmal in der Woche unter der Leitung von Stefan Lemanski in Borken, um pünktlich zum großen Event die großen Werke der Opernliteratur einzustudieren. Von der Ouvertüre aus dem „Barbier von Sevilla“ über „O welche Lust“ aus Fidelio bis hin zum weltberühmten Gefangenenchor aus Nabucco - das Programm liest sich wie das Best of aus den beliebtesten Opern. Unterstützt wird der Festivalchor dabei von der Philharmonie Südwestfalen unter der Leitung von Carlos Dominguez-Nieto.

Für Konzertveranstalter Dirk Klapsing gibt es zwei gute Gründe, das Festival in Coesfeld steigen zu lassen. Da ist zum einen die unbestritten fantastische Akustik des Marktplatzes, der sich als Veranstaltungsort für ein solches Musikhighlight quasi anbietet. Dann wäre da zum anderen die langjährige Verbundenheit des Borkener Unternehmers zu Coesfeld, liegen hier doch Klapsings berufliche Wurzeln.

Bereits im vergangenen Jahr wurde im Industriepark Nord eine äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der musik:landschaft Westfalen und der Kreisstadt geknüpft. Immer unter dem Schwerpunkt, große Musik mit regionalem Charakter zu verbinden. Dieser regionale Charakter wird natürlich in erster Linie durch die Interpreten des Abends deutlich, allein zehn von ihnen kommen aus Coesfeld, andere aus der Umgebung. Allesamt keine Profis, die aber dennoch durch eindrucksvolles Können bestechen, wie Dirk Klapsing im Pressegespräch betonte. Umso schöner für den Chor, in dem mittlerweile eine Reihe Freundschaften gewachsen sind, dass dieser nach seinem großen Auftritt am 23. August nicht wieder in der Versenkung verschwindet, sondern bereits neue Pläne geschmiedet werden. Vielleicht ist es ein Werk Beethovens, das im kommenden Jahr vom Festivalchor einstudiert werden wird. 

Bürgermeister Heinz Öhmann freut sich, dass der Marktplatz als Festivalort zu besonderen Ehren kommt. Bereits das Hansemahl habe gezeigt, dass dieser durch Menschen belebt eine spezielle Atmosphäre biete. Unterstützt wird das Konzert außerdem vom Stadtmarketingverein anlässlich dessen 20-jährigen Jubiläums, wie die Vorsitzende Annette Rabert am Montag verdeutlichte.

Info:

Es gibt noch ausreichen Karten für das Konzert, rund 50 Prozent sind bereits verkauft. Die Tickets kosten im Block A 59 Euro, im Block B 49 Euro und im Bock C 39 Euro. An der Abendkasse sind Karten für sechs Euro Aufschlag jeweils zu haben. Schüler, Studenten und Scherbehinderte erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent. Karten gibt es beim Festivalbüro der musik:landschaft westfalen unter Tel. 0 28 61/7 03 85 86 oder garnitz@pr-esto.de sowie beim StadtAnzeiger, Davidstraße 15, 48653 Coesfeld, Tel. 0 25 41/94 07 01, info@stadtanzeiger-coesfeld.de