Das Verbreitungsgebiet

Olympia-Feeling vor Ort

Jeder Sportbegeisterte kann sich noch an die Olympischen Spiele vor gut einem Jahr erinnern. Julius Brink und Jonas Reckermann gewannen die Goldmedaille im Beachvolleyball und schafften damit eine Sensation. Auf der Beachanlage im Sportzentrum Süd versuchen am Sonntag ab 11 Uhr, regionale Herrenteams und nationale Frauenpaarungen eine ähnlich gute Show zu bieten.

Die drei SG-Volleyballer (vorne v.l.) Lukas Messing, Niels Heuermann und Hans Siebels freuen sich genauso auf den Sparkassen-Beach-Cup wie Christian Overhage (Sparkasse, hinten l.) und Ludger Wachsmann (Werbe-GbR, hinten r.). Der Eintritt ist frei.

Besonders die Damen werden sportlich gesehen am ehesten die Chance haben, an solche Leistungen heranzukommen. Als Favoriten gehen Teresa Mersmann und Isabel Schneider ins Rennen. Auf Norderney hat die Kombination vor einigen Wochen das erste Finale der „smart beach Tour“ 2013 gewonnen. Mersmann wurde beim USC Münster groß und Schneider schaffte es sogar vor einiger Zeit, U23-Weltmeisterin zu werden. Ebenfalls im Teilnehmerfeld steht am Sonntag die „Oldie“-Paarung Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich, die sich schon einmal in den Top 10 der Welt befunden haben. Insgesamt treten sechs Frauenteams gegeneinander an und kämpfen um die schmucke Siegertrophäe, die eigens von Glas Athmer in Coesfeld gefertigt wurde. Besonders auffällig: Der Sockel des Pokals ist mit Sand gefüllt und bietet somit einen enormen Wiedererkennungswert. „Herr Athmer hat versichert, es wäre Coesfelder Sand“, sagt Hans Siebels vom Vorstand der Volleyballabteilung der SG Coesfeld 06.

Bei den Herren wird wie auch zuletzt auf die Region gesetzt. Vier Kombinationen, die meisten davon aus Coesfeld, baggern, pritschen und schmettern im größten Sandkasten Coesfelds um die Wette. „Die Stimmung kommt vom Herrenfeld“, findet Siebels. Die Männerteams spielen alle gegeneinander. Am Ende spielt der Erste und Zweite dann noch den Sieger im Finale aus. Bei den Damen läuft es anders. In zwei Gruppen qualifizieren sich jeweils die ersten zwei Mannschaften für das Halbfinale, wo dann über kreuz (erster gegen zweiter der anderen Gruppe) um den Finaleinzug gebaggert wird. Vom Zeitplan her soll das Halbfinale bei den Damen um 14.15 Uhr und das Endspiel um 15.45 Uhr über die Bühne gehen. Die zwei besten Herrenteams bieten beim Finale um 15 Uhr eine gute Show. 

Für Ludger Wachsmann von der Werbe-GbR der SG Coesfeld ist das hochklassig besetzte Turnier ein Selbstläufer. „Das Turnier hat sich etabliert. Wir werden bei den Firmen mit offenen Armen empfangen“, sagt er und spricht damit die Sponsoren an, ohne die das Turnier natürlich nicht zu stemmen wäre. Niels Heuermann, der am Sonntag selbst aktiv sein wird, berichtet, dass die Spieler, die sich die Anlage zuletzt angeschaut haben, voll des Lobes gewesen wären. „Da sprach der Neid aus ihnen heraus“, so der Nachwuchsvolleyballer. Laut Ludger Wachsmann hat das ganze Turnier eine Freizeitatmosphäre: „Wie bei einem Picknick“. Dass der Volleyballsport im Allgemeinen immer mehr im Kommen ist, kann auch die Abteilung bestätigen. „Selbst Kloster Gerleve hat jetzt ein Beachvolleyballfeld“, weiß Niels Heuermann. Und genau diese Begeisterung soll am Sonntag auch auf das Publikum am Weßlings Kamp überschwappen. Und wer weiß, vielleicht wird dort ja sogar ein Hauch von Olympia-Stimmung entfacht.