Das Verbreitungsgebiet

Seemänner und Heimatverbundene

Es reiht sich Tisch an Tisch, alles duftet nach Essen und Seifenblasen fliegen durch die Luft. Das erste Coesfelder Hansemahl am vergangenen Freitagabend war ein voller Erfolg. Auch Bürgermeister Heinz Öhmann ließ es sich nicht nehmen, ein paar Pinnchen Sahnelikör zu verteilen.

Voll besetzt waren alle Tisch beim Coesfelder Hansemahl. Die Mitarbeiter vom Kinderzentrum Westmünsterland (v.r.) hatten sich sogar eine regelrechte „Versorgungsstation“ aufgebaut. Foto: bit

Coesfeld. Viele bunt gemischte Altersgruppen fanden sich auf dem Marktplatz  ein, um in vertrauter Runde zu feiern. Auch ein Fernsehteam vom WDR berichtete live von den Geschehnissen vor dem Rathaus. Als Interviewpartner durfte da natürlich auch nicht Dr. Thomas Horn fehlen, der den Grillmeister für seine Angestellten des Kinderzentrums Westmünsterland spielte. „Ein Treffen und Kennenlernen außerhalb des Dienstes“, beschreibt Dr. Horn die angenehme Atmosphäre unter „italienischem Himmel“ auf dem Marktplatz. Dass ihr Chef am Grill steht, findet Jana Hörnemann super. „Nächstes Jahr wieder“, freut sie sich. Auch Jan Büscher vom Tanzsportclub Coesfeld gefällt die Atmosphäre sehr gut. „Da stört gerade nur der Geruch vom Käse ein bißchen“, sagt er, während er einen Käse aufschneidet, der direkt in die Nase steigt. 

Aus allen Ecken Coesfelds kamen die Menschen zusammen. Herbert Gehlmann aus Goxel hätte mit einigen anderen Männern an dem Abend eigentlich Stammtisch im Extrablatt gehabt, was allerdings ausgefallen ist. Stattdessen wurde der Stammtisch einfach ein paar Meter weiter vor das Rathaus verlegt. „Man trifft viele Leute“, findet Gehlmann zum ersten Hansemahl. Eine besondere Rolle spielte auch die Marine Kameradschaft, die ihren eigenen Tisch hatte. Sie sammelten unter den Leuten für die Flutopferhilfe der DLRG. „Die Spendendose in Form eines Leuchtturms wurde positiv zweckentfremdet“, so Schatzmeister Siegfried Eing. Schon seit 1956 tagt die Marine Kameradschaft im Kolpinghaus. Jeder, der sich für die Seefahrt begeistern kann, ist jeden ersten Freitag dort eingeladen. 

Auch ein anderer ehrwürdiger Verein gab sich an dem Abend die Ehre - und wie: der Coesfelder Heimatverein. Mit Trachten und guter Laune zogen sie über den Marktplatz. „Ich hätte es mir mehr wie eine Runde vorgestellt, nicht so eng“, sagt „Kiepenkerl“ Ludger Harpering, 2. Vorsitzender des Heimatvereins. Er freute sich darüber, dass auch viele junge Leute da sind.  Trinken, essen, gemütliches Beisammensein: Dass all das an diesem Abend zusammenkommt, findet auch Ludger Harpering super. „Der ganze Turm ist ein Schmuckstück für Coesfeld“, lädt er alle Interessierten in den Pulverturm ein, der jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr geöffnet hat. Der Heimatverein symbolisierte beim Hansemahl das, wonach viele an diesem Abend suchten: Ein Stück Heimat und die damit verbundenen regionalen Köstlichkeiten genießen. Auch die Stadt Coesfeld war äußerst zufrieden. „Ein tolles Gemeinschaftserlebnis“, fand Dorothee Heitz, Sprecherin der „Hansestadt“ Coesfeld.