Das Verbreitungsgebiet

Per Klick zum Gutschein

Wenn der Opa in Ascheberg künftig einen Gutschein für seinen Enkel in Dülmen bestellen will, dann muss er nicht mehr fahren. Ein paar Mausklicks reichen.

Noch gibt es nur den Startbildschirm, ab dem 12. Oktober können hier die ehemaligen Viktor-Gutscheine unter dem neuen Namen Dülmen-Gutschein erworben werden.

Als erste Kommune im Ort mache Dülmen das Angebot, den bislang als Viktor-Gutschein bekannten Geschenkschein auch online zu bestellen, erläutert Dülmen-Marketing-Geschäftsführer Tim Weyer den Geschäftsleuten bei einer Vorstellung im Cinema Center.

Damit einher geht eine kleine, aber feine Änderung. Die digitale Version als auch die Papier-Variante, die es nach wie vor geben wird, heißen künftig „Dülmen-Gutschein“. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wer von auswärts sucht, der wird kaum als Suchbegriff „Viktor“ eingeben, sondern eben „Dülmen“. Und digitale Gutscheine, so zeige die Erfahrung würden häufig von auswärtigen Kunden eben als Geschenk für Familienmitglieder und Freunde geordert. Darauf machte Alexander Arend von der Firma Zmyle aufmerksam. Das Coesfelder Unternehmen, dass ein solches digitales Portal bereits für Städte wie Gronau oder Neuss umgesetzt hat, wird dieses auch für Dülmen entwickeln.

144?000 Euro Umsatz hat Viktor-Gutschein im Jahr 2018 erbracht, und das allein durch stationären Verkauf bei Dülmen Marketing oder Ahlert. Diesen lokalen Verkauf wird es weiterhin geben, durch den Sprung ins Digitale soll der Umsatz aber nochmal kräftig anziehen. „Wir gehen davon aus, dass es weiterhin 90 Prozent sind, die den Gutschein stationär kaufen“, so Tim Weyer. Er erhofft sich aber, im Jahr 2020 die 300 000 Euro Marke zu knacken.

Neben einer Verfügbarkeit an sieben Tagen in der Woche über 24 Stunden, hat der digitale Gutschein weitere Vorteile. So sind erstmals Teilzahlungen möglich. Er lässt sich weiterhin in diversen Beträgen von fünf bis 50 Euro erwerben.

„Eben bei San Remo ein Eis essen, zum Haare schneiden und dann noch einen E-Scooter bei Homann kaufen“, so Tim Weyer zum flexiblen System, das ganz nebenbei auch neue Käufergruppen generieren soll. Durch eine individuelle Gestaltung mit Spruch und Foto sowie der Möglichkeit, den Gutschein auch ganz einfach per Mail, SMS oder Whats App an den Beschenkten zu verschicken, soll der Dülmen-Gutschein cooler werden.

Dank einiger Sponsoren – allen voran die IDU – kommt der Service für die Händler gün-stig daher. Zwei Prozent beträgt die Beteiligung an den Kosten, andere Orte greifen den Geschäftsleuten dafür tiefer in die Tasche. Wichtigste Bedingung natürlich: Wer als Firma das Portal nutzen will, muss Viktor-Mitglied sein oder werden. Mit wenigen Handgriffen ist dann auf der Seite www.duelmen-gut-schein.de ein Profil vom Geschäft erstellt, auf der Startseite präsentieren sich abwechselnd neun Händler. Und – davon zeigte sich Alexander Arend überrascht – Dülmen hat bereits jetzt einen Rekord gebrochen. „Schon vor der Präsentation waren bereits 37 Geschäfte gelistet“, so Arend.