Das Verbreitungsgebiet

Gemeinsam für das Klima

Manchmal geht es ganz schnell, bis eine Idee zur Realität wird. Im Fall der neuen Gruppe „Parents for Future Dülmen“ ging aber alles ganz schnell.

Die Kinder demonstrieren, die Eltern gucken zu? Nicht in Dülmen, hier wollen die Eltern jetzt Flagge für den Klimaschutz zeigen.

Die Idee dazu hatten Lotte Volkhart und ihr Bekannter Benjamin Barnick. „Benjamin hatte mich schon häufiger angesprochen, ob man nicht was tun kann“, blickt sie zurück, „und ich selbst rege mich auch schon länger auf.“

Für die Biologin aus Dülmen, die an der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Coesfeld als Lehrerin arbeitet und die selbst dreifache Mutter ist, geht es um viel mehr, als nur den Kindern den Rücken zu stärken. „Wir müssen selbst aktiv werden. Das hätten wir Erwachsene viel früher tun sollen“, betont sie. Und macht deutlich, was sie von der aktuellen Politik in Sachen Klimaschutz hält: „Ich frage mich immer, warum raffen die nix, warum tun die nichts?“.

Am vergangenen Samstagvormittag wurde im Rahmen einer privaten WhatsApp-Gruppe die Werbetrommel gerührt und schnell fanden sich viele engagierte Eltern in einer neuen Gruppe zusammen. „Die ursprüngliche Idee war, Flagge zu zeigen, zu demonstrieren und vor Ort etwas zu bewegen“, so Lotte Volkhardt.

Kein weiterer Tag verging, bis erste Ideen gesammelt und bereits nach Machbarkeit bewertet wurden. Aus dem großen Plan, sich für den Klimaschutz einzusetzen, erwuchsen schnell kleinere Projekte. So wird bereits eifrig überlegt, ob es möglicherweise Grünflächen gibt, die zu Streuobstwiesen umgewandelt werden könnten. Oder ob sich Platz für Insektenhotels im Stadtgebiet finden würden.

Die Bewegung will sich auch den großen Aktionen anschließen, so ist zum Beispiel am 20. September ein weltweiter Klimastreik zum Auftakt einer Aktionswoche geplant. Und natürlich will man mit der Lokalpolitik ins Gespräch kommen. „Das ist Wahnsinn, wie schnell sich so viele Aktive zusammengefunden haben“, freut sich Lotte Volkhardt über die Resonanz.

Nun gilt es, in einem ersten Treffen den Startschuss zu geben. Vermutlich in der Woche nach Pfingsten wird sich die frisch gegründete Gruppe erstmals treffen. Diese ist mittlerweile in der Initiative „Parents for Future“ als offizieller Ortsverein gelistet. Wer mitmachen möchte, findet unter https://parentsforfuture.de/nordrhein-westfalen den Kontaktlink. PS: Natürlich sind auch Mitglieder sehr erwünscht, die keine eigenen Kinder haben, sich aber für den Klimaschutz engagieren möchten.