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Spritzige Komödie

Seit Anfang November proben die Billerbecker Kummellgenspieler ihr neues plattdeutsches Theaterstück „Hopphei op´n Heidhoff (Na sowat)“ von Derek Benfeld, das am 4. April (Samstag) kurz vor den Osterferien Premiere feiert.

Die Billerbecker Kummellgenspieler freuen sich auf die Premiere am 4. April. Erstmals führt Stephan Schumacher (rechts stehend) Regie.

<ortsmarke/>Die Zuschauer können sich auf eine spritzige Komödie freuen. Diese werde anders als die vorgehenden Stücke sein, so Regisseur Stephan Schumacher. „Etwas fürs Auge“, sagt er augenzwinkernd weiter. Er ist in diesem Jahr bei den Kummellgenspieler übrigens der Neue. Denn erstmals führt er dort Regie und trat damit die Nachfolge von Bernd E. Bäumer an, der viele Jahre die Proben leitete. „Die Proben mit den engagierten Spielern machen hier total viel Spaß“, erzählt Stephan Schumacher, der auf eine langjährige Bühnenerfahrung unter anderem bei der Freilichtbühne Billerbeck zurückblicken kann. Er betreibt auch sein eigenes Theater „Scaena Mundos“.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Der sündige Ort des Geschehens ist ein idyllisches Landhaus in dem mittlerweile ein „Na, Sie wissen schon“ eingerichtet worden ist. Als der Polizeipräsident Petersen (Rudi Rembrink) und seine sittenstrenge Schwester (Annegret Rembrink) in dem Landhaus des gerade verstorbenen Bruders Urlaub machen wollen, hat die Verwalterin des Hofes alles Hände voll zu tun, die leicht bekleideten Mägde vor den beiden zu rechtfertigen. Turbulente Verwicklungen sind vorprogrammiert.

Zehn Kummellgenspieler sind in diesem Jahr auf der Bühne zu sehen. Nach einer langjährigen Pause sind Marita Brinkhaus und Anne Brinkmann wieder dabei – an der Seite ihres Vaters Heinrich. Vor fast 30 Jahren hatte sich die Gruppe gebildet, eigentlich aus der Not heraus. Weil das Erntedankfest des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Billerbeck und der Landjugend immer schlechter besucht wurde, haben einige Mitglieder im Rahmen des Festes ein Theaterstück aufgeführt. Das sei so gut angekommen, dass daraus die Billerbecker Kummellgenspieler entstanden seien, erinnern sich einige Spieler.

Übrigens Plattdeutsch muss man nicht unbedingt perfekt beherrschen, um das Theaterstück zu verstehen. „Das Billerbecker Platt ist eine sehr bildhafte Sprache“, erklärt Spieler Ludger Hesker. Auch „Nicht-Plattdeutsch-Sprechende“ kommen durchaus auf ihre Kosten.