Das Verbreitungsgebiet

Geschichte hautnah

Die Tinte unter den Verträgen belegt eigentlich nur, was schon lange gelebt wird – das Stadtarchivunddie beiden Dülmener Gymnasien

wollen noch enger zusammenarbeiten.

Partner in Sachen Bildung (v.l.): Maike Verwey, Dr. Stefan Sudmann und Ursula Ellenbracht unterzeichnen die Verträge. Foto: as

Wenn es in Sachen Lokalgeschichte etwas zu recherchieren gibt, dann ist das Stadtarchiv für Dülmener Schüler die erste Anlaufstelle. Mit der Hermann-Leeser- Schule gibt es bereits seit fünf Jahren eine Bildungspartnerschaft, jetzt wurde diese auch mit dem AvD und dem CBG schriftlich fixiert.

„Wir wollen das Archiv als außerschulischen Lernort fest in die Schulprogramme installieren“, nennt Dr. Stefan Sudmann das Ziel. Wobei dieses Ziel in der Vergangenheit auch schon erreicht wurde, so wurde zum Beispiel bereits von den drei Partnern eine gemeinsame Ausstellung zum ersten Weltkrieg ins Leben gerufen. Dennoch – neue Konzepte wie ein Geschichtsrucksack für Sekundarstufe-I-Schüler oder Lehrerfortbildungen sollen das Profil der Partnerschaft schärfen. Dazu kommt der Vorteil, bei großen Projekten Fördergelder beantragen zu können.

Das Archiv mache Geschichte erlebbar, betonte AvDSchulleiterin Ursula Ellenbracht bei der Vertragsunterzeichung. „Es gibt noch etwas anderes als das Internet“, so die Pädagogin. Und ihre Amtskollegin vom CGB, Maike Verwey, ergänzt „plötzlich wird Geschichte persönlich“. Mit der Partnerschaft soll die Lokalgeschichte an den Schulen noch stärker in den Fokus rücken. Das historische Gebäude des AvD, so Ursula Ellenbracht, verpflichte nahezu dazu, die Geschehnisse in Dülmen zu thematisieren. „Für Schüler ist das eine Chance, sich ganz neu mit dem Begriff Heimat auseinanderzusetzen“, so Maike Verwey.

Dabei soll das Archiv nicht nur für Schüler Anlaufstelle sein. Auch die Lehrer sollen von diesem profitieren. Bereits jetzt, so erinnert sich auch Maike Verwey an eigene Erfahrungen, würden die Stadtführungen von neuen Lehrkräften genutzt, um sich schnell in Dülmen einzufinden. Ausgelegt ist die Partnerschaft zunächst auf zwei Jahre, danach soll es aber weitergehen. Überprüft werde dann lediglich, obdie Ausgestaltung geändert werden muss.