Das Verbreitungsgebiet

Aus eins wird zwei

Ein Geschäft mit langer Tradition auf neuen Wegen und ein neues Konzept, das furios durchgestartet ist – gleich zwei kreative Köpfe wurden von der IDU mit einem Preis bedacht.

Vertreter der IDU und der VR-Bank mit den Preisträgern und ihren Familien.

Denn statt nur einen Unternehmer des Jahres beim Neujahrsempfang zu küren wie in den drei Jahren zuvor gab es nun in der VR-Bank gleich zwei strahlende Sieger.

Sehr viele Unternehmen hätten sich für den Preis beworben und dabei, so Harald Wehmeyer von der IDU, sei deutlich geworden, dass das Kriterium, wie lange ein Unternehmen schon in Dülmen ansässig ist, der aktuellen Entwicklung nicht mehr gerecht werde. Vielmehr habe man beschlossen, mit dem „Newcomer des Jahres“ eine Auszeichnung zu schaffen, die eben jene Jungunternehmen würdige, die besonders aus der Masse herausstechen. Der Preis soll nicht jährlich vergeben werden, sondern immer dann, wenn ein Bewerber sich besonders hervor tut. Und das hat Stefanie Busch in diesem Jahr geschafft.

„Sie erfüllt die Frauenquote zu 100 Prozent“, begann Bürgermeisterin Lisa Stremlau ihre Laudatio für Stefanie Busch, die mit ihrem Landen „Lores ArtBox“ seit 2018 an der Münsterstraße zuhause ist. Neben Einrahmungen jeder Art und Größe kooperiert Stefanie Busch immer wieder mit Künstlern und Unternehmen und hat sich in kürzester Zeit über Dülmen hinaus einen Namen gemacht.

Sie manage alles in Eigenregie und lege dabei eine unfassbare Kreativität an den Tag, lobte Stremlau. Für 2020 habe Stefanie Busch ehrgeizige Ziele, die sich, so Lisa Stremlau, die sie sicher mit Ausdauer, Mut und Power erreichen werde.

Bis in das vorletzte Jahrhundert reicht die Unternehmenstradition des Preisträger für den Titel „Unternehmer des Jahres“ zurück. Kein Industrieunternehmen, sondern ein klassischer Einzelhändler steht in diesem Jahr ganz oben auf dem Treppchen. Wobei man Bernd Homann mit der Beschränkung nur auf Einzelhandel Unrecht tun würde. Laudator und Vorjahres-Preisträger Andries Broekhuijsen hob hervor, dass Bernd Homann es schaffe, Einkaufen zu einem Erlebnis zu machen. „Er hat acht feste Mitarbeiter, die gemeinsam mit ihrem Chef Leidenschaft aufs Parkett bringen“, brachte er das ganze Team von „Homann schenken kochen wohnen“ ins Spiel. Mit dem Segment Lebensfreude hat Bernd Homann in diesem Jahr sein Geschäft erfolgreich um ein neues Segment erweitert. „Er ist ständig unterwegs zu neuen Horizonten“, so Andries Brockhuijsen.

Für Bernd Homann ist der gute Draht zwischen den Kaufleuten und der Kommune ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. „Das sind alles keine Laberköppe hier“, betonte er. Als Unternehmer werde man in Dülmen ernst genommen, es gebe am Standort viele Macher. Und der Geehrte hatte einen guten Rat für alle seine Kollegen: „Wir können unsere Disziplin selbst entwickeln. Und in dieser Disziplin können wir der Erste sein“.