Ein erfolgreiches Duo: Die Springreiterin Claudia Kirchhoff mit ihrem siebenjährigen Wallach Izzi Bizzi. Foto: FlorijnClaudia Kirchhoff: Springreiterin, Trainerin, Coach und Managerin

 

Rosendahl. Beinahe endlos scheint die Allee, die den Besucher weg vom Alltag hin zum Reithof Galoppa führt. Vor 23 Jahren hat Claudia Kirchhoff, passionierte Reiterin, den Turnier- und Ausbildungsstall gemeinsam mit ihrem Vater aufgebaut. Heute verfügt der Hof über eine Reithalle, einen Sandplatz, einen Grasplatz mit Derby-Hindernissen, Wiesen und Paddocks. Reichlich Platz und Auslaufmöglichkeiten nicht nur für die eigenen vier Pferde und Ponys, sondern auch für Gäste, die ihre Pferde mitbringen. Claudia Kirchhoff ist mit dem Pferdesport groß geworden. Im Alter von sechs Jahren hat sie angefangen zu reiten und bereits zwei Jahre später an den ersten Turnieren in den Disziplinen Springen und Dressur teilgenommen. Regelmäßig qualifizierte sich die gebürtige Holtwickerin für die Westfälischen Meisterschaften im Springreiten, errang mit 19 Jahren den Westfalenmeistertitel und war Deutsche Vizemeisterin.

 

 

Als aktive Leistungssportlerin erkannte sie damals schon die wichtige Rolle des Coachs für den Sportler und entschied sich deshalb, während ihres Studiums der Sozialpädagogik auch einmal die Seite zu wechseln und selbst zu beraten und Sportler zu fördern. „Ich bin von Natur aus sehr neugierig, warum alles so ist, wie es ist. Außerdem besitze ich ein lebendiges Interesse am Menschen“, so Kirchhoff. Ideal sei es für den Sportler, wenn man Training mit Coaching verbindet, also das reine Trainieren von Techniken mit mentaler Stärkung durch Gesprächstherapie ergänze. Damit verfolgt Claudia Kirchhoff ein ganzheitliches Konzept: „Die eigene Verfassung und das Selbstwertgefühl haben einen sehr großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Erfolg ist kein Zufall. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Technik nur zwei Prozent des Erfolges ausmacht, das Unterbewusstsein aber ganze 70 Prozent.“

 

Bei ihrer Arbeit mit Leistungssportlern gilt es durch sorgfältige Analysen das Potenzial von Reiter und Pferd zu erkennen, mögliche Blockaden, Stress oder Ängste abzubauen und persönliche Ziele zu benennen. Dabei stehe der Wettkampf im Vordergrund, aber auch der private Bereich werde berücksichtigt. „Je stabiler die Persönlichkeit und das Selbstvertrauen des Reiters, desto unabhängiger wird er von Sieg und Niederlage“, erklärt die erfahrene Turnierreiterin. Seit August hat ein junger Reitsportler aus Südafrika, Oliver Lazarus mit seinen vier Turnierpferden auf dem Hof Galoppa eingestallt. Claudia Kirchhoff hat anfangs sein Management übernommen, und ihn dabei unterstützt seinen Turnierstall eigenständig zu organisieren. Die Arbeit mit jungen, motivierten Leistungssportlern bedeute ihr sehr viel: „Gerne würde ich mit zwei bis vier Reitern zusammenarbeiten und als Team eine Rundumbetreuung für beispielsweise jugendliche Turnierreiter anbieten.“

 

Trainerin, Coach und Managerin in einer Person, Claudia Kirchhoff hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Dem Turnier-Reitsport hat sie dennoch nie ganz den Rücken gekehrt. Jedes Jahr nimmt sie an internationalen Springreit-Turnieren im Ausland teil und tauscht dann vorübergehend den Trainerstuhl gegen den Sattel auf ihrem Turnierpferd Izzi Bizzi.

 

Informationen unter www.galoppa.de oder per e-mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Silke Florijn

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