Das Verbreitungsgebiet

Von Buch bis CD

Ein Buch lesen, eine CD hören oder eine Veranstaltung besuchen – Schüler können

bei der 15. Auflage des Sommer-Lese-Clubs auf drei verschiedene Arten Punkte sammeln.

Der Sommer-Lese-Club, der in der Tiberstadt seit 15Jahren von der Stadtbücherei veranstaltet wird, setzt bewusst auf einen niedrigschwelligen Einstieg. Nicht mehr nur Leseratten, sondern auch die Kinder, die sich mit Büchern schwer tun, sollen bei der Aktion mitmachen können. „Wir wollen keinen Druck aufbauen, wir wollen, dass alle Spaß haben“, macht Anna Lena Bagert von der Stadtbücherei deutlich. Und Büchereileiterin Petra Toppmöller freut sich vor allem darüber, dass wieder Veranstaltungen möglich sind. „Wir konnten im vergangenen Jahr schonmal unter Coronabedingungen üben“, blickt sie auf einen etwas anderen 14. Sommer-Lese-Club zurück. Einbrüche in der Teilnehmerzahl hatte es nicht gegeben, immerhin stolze 355 Kinder und Jugendliche hatten sich angemeldet. Und auch einige wenige Erwachsene, denn der Lese-Club ist nicht nur Kinderkram. „Wir hatten sogar eine Lehrerin, die mit ihrer Schulklasse teilgenommen hat“, nennt Anna Lena Bagert ein Bespiel. Erwachsene müssen natürlich keines der Kinder- und Jugendbücher lesen, sie dürfen gerne zum Roman greifen. Für die Kids stehen wieder 200 extra für die Aktion angeschaffte Bücher bereit. „Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Medien eingebunden“, erläutert Petra Toppmöller. Schließlich soll mit dem Sommer-Lese-Club, der in 200 Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen startet, nicht nur das Lesen und die Sprache gefördert werden, sondern auch der Umgang mit den Medien. Die Kinder erhalten ein Leselogbuch – analog oder digital – in dem sie etwas zu den Büchern, Hörspielen oder Veranstaltungen schreiben können. Im analogen Logbuch darf sogar gemalt werden. Und wer gerne etwas erzählen möchte, der kann das via Telefonhotline tun. „Das geht leider noch nicht wieder hier bei uns vor Ort“, so Petra Toppmöller. Auch die große Abschlussfeier ist noch nicht mit den Coronabestimmungen vereinbar. Geplant ist aber wieder, eine kleine Abschlusszeremonie via Video zu veröffentlichen. Bewährt hat sich die Neuerung, dass man auch als Teams mit maximal fünf Leseratten aus einem Haushalt teilnehmen kann. „So können auch Oma und Opa mitmachen oder Kindergartenkinder, die selbst noch nicht lesen können“, erklärt Petra Toppmöller. Einzige Voraussetzung: Alle Teammitglieder müssen einmal gemeinsam vor Ort die Anmeldung ausfüllen. Möglich wird die Aktion durch Sponsoren, die zum Teil schon von Beginn an dabei sind. So trägt die Sparkasse Westmünsterland die Kosten für zwei Veranstaltungen. Das düb sponsort nicht nur Preise für die Einzelsieger, sondern lädt auch wieder zu Vorleseaktionen ein, und der Förderverein für Kunst und Kultur (FKK) spendiert die Klassenpreise. Neu im Sponsorenteam ist Margret Boch, die bis zur ihrem Ruhestand die Kinderbücherei geleitet hat. Jetzt möchte sie auf diese Weise „ihrem“ Sommer-LeseClub die Treue halten. Ab sofort ist auf der Homepage der Stadtbücherei ein Video zum Ablauf und zur Anmeldung abrufbar. Ein Flyer mit vielen Infos liegt vor Ort aus. Anmeldungen sind inder Bücherei, via Anmeldekarte oder online möglich.