Das Verbreitungsgebiet

Leserbrief - "Es reicht, das Boot ist voll"

Im Stadtanzeiger vom 13.01.2016 wurde mit einem Artikel bekanntgegeben, dass die Stadt Coesfeld an der Bruchstraße in Lette 10 Blockhäuser für 120 Flüchtlinge in unmittelbarer Nähe zur Grundschule auf eigenem Grund bauen will, auf dem sich ein Biotop befindet. Das Bauvolumen soll rd. 1,5 Mio. € betragen. Die Folgekosten wurden verschwiegen. Die Lebensdauer der Holzhäuser soll sechs Jahre betragen. Wer baut z. B. für rd. 150 000,-- € ein Haus, dass nur sechs Jahre hält? Wenn es um Migranten, Asylanten oder Flüchtlinge geht, scheint Steuerverschwendung keine Grenzen mehr zu kennen.

Gesetze, Regelungen und Umweltschutz scheinen nur für andere zu gelten. Die Stadt darf auf ihrem Grund bauen und machen was sie will; man kann es ja selber beschließen. Die Steuerzahlenden dienen m. E. lediglich als Mittel zum Zwecke der Selbstverwirklichung. Es hat den Anschein, dass Politiker/Verantwortliche nach der Methode verfahren: Wie stehe ich positiv gegenüber anderen da? Nur nicht anecken! Wie gehe ich positiv in die Geschichte ein? Alles immer schön weichspülen! U. a. werden Straßen ggf. noch notdürftig repariert oder sich selber überlassen, Gehölze bei zuwachsenden Laternen (z. B. Bruchstraße) werden seit Jahren nicht mehr beschnitten. Geld für Schulen, Kindergärten und Bildung fehlt an allen Ecken. Bis Ende 2016 sollen voraussichtl. 1 000 Flüchtlinge in der Stadt Coesfeld untergebracht werden. Dass laut den Medien pro Flüchtling rd. 1 000,-- € pro Monat aufzubringen sind, also rd. 1 Mio. € pro Monat, sprich rd. 12 Mio. € pro Jahr alleine für die Stadt Coesfeld an zusätzlichen Kosten anfallen werden, erwähnt man nicht. Dass dieses Geld u. a. auch von Steuerzahlenden mit geringem Einkommen stammt, die selber keine 1 000,-- € pro Monat haben, hart dafür arbeiten, ihren Lebensunterhalt davon noch bestreiten müssen, scheint man zu ignorieren. Wer fragt die Bürger, ob sie auf Dauer diese zusätzlichen Ausgaben bezahlen wollen und können? Europa, Griechenland, Flüchtlinge; wir zahlen für alle. Für uns selber ist schon jetzt z. T. kein Geld mehr vorhanden. Pech gehabt! Liberalität hat ihren Preis. Dass man mit der Not von Flüchtlingen u. a. auch Geld machen kann, ist neben der Wirtschaft auch bei den Kommunen angekommen. Wenn z. B. Bundesmittel für Flüchtlinge einer Kommune zufließen oder sie andere Mittel vorhält, dieses Geld in Bauvorhaben (z. B. Bau von Flüchtlingsunterkünften, Ankauf leerstehender Objekte usw.) investiert, dann kann sie bei ihrem Haushalt diese Investitionen auf der Habenseite als „Plus“ verbuchen. Man schafft ja Werte! Die verbleibende Ausgabendifferenz („Minus“) kann man ggf. durch Abgaben- und Gebührenanhebungen ausgleichen. Das Anlagevermögen der Kommune wächst! Risiken und Lasten trägt der Bürger. Not macht halt erfinderisch! Was hat das noch mit sozialer Verantwortung bzw. Menschlichkeit zu tun? Es geht m. E. nur darum, an unser hart verdientes Geld zu kommen, und sonst nichts. Wer glaubt, dass die derzeitige Flüchtlingspolitik zum Nulltarif zu haben ist, der wird sich noch wundern. Pläne für Steuer-, Abgaben- und Gebührenanhebungen liegen schon bereit. Dass laut den Medien nur rd. 15 % der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Qualifikation integriert werden können und rd. 85 % lebenslänglich in Vollpension von unseren Steuergeldern versorgt werden, auch hierzu kein Wort. Wer von den Politikern/Verantwortlichen hat denn noch den Mumm oder das entsprechende Rückgrat, „NEIN“ zu sagen? Im Hinblick auf den sozialen Frieden reicht es. Wir haben unseren Beitrag geleistet. Das Boot ist voll! Wir schaffen das nicht. In ganz Europa schwenkt man in der Flüchtlingsfrage um, nur wir nicht. Wir machen ohne Rücksicht auf eigene Verluste so weiter. Hat man aus den Vorfällen in der Silvesternacht 2015/16 in Köln, Hamburg, Berlin usw. nichts gelernt? Will man sich selber vergleichbare Zustände heranzüchten? Man kann ja jetzt schon nicht mehr ohne Belästigungen tagsüber in die Stadt gehen. Wo soll das noch enden? Nun will man sogar Grundschulkinder (die schwächsten der Gesellschaft) wissentlich den neuen Gefahren aussetzen, indem man ihnen in Lette Flüchtlingsunterkünfte vor die Tür setzt. Den Grundstein hierzu wird m. E. der Rat der Stadt Coesfeld legen, wenn er am 28.01.2016 die geplante Baumaßnahme beschließt. Auch Ratsmitglieder sind verpflichtet, Schaden vom Bürger abzuwenden. Gibt es in der Politik keinen mehr, der auch unsere Rechte vertritt? Keiner soll später einmal sagen können, er habe davon nichts gewusst. Bürger sollten Courage zeigen und von ihrem Recht Gebrauch machen, ihre Ängste, Nöte sowie ihren Unmut der Stadt Coesfeld, den Politikern, den Verantwortlichen und den Ratsmitgliedern schnellstmöglich mitteilen (z. B. schriftl., telefonisch, per Mail oder SMS usw.), damit dieser Wahnsinn ein Ende hat. Nicht auf andere warten! Dipl.-Ing. Hubert Waltering, Lette