Das Verbreitungsgebiet

Kommentar: Gegenwind für Windkraft

Die Gemeinden der Baumberge sind Perlen in der Münsterländer Parklandschaft. Einmalig ist ihre Lage in oder am Rand der Baumberge, die höchsten Erhebungen des Münsterlandes. Doch ginge es nach einigen Politikern aus der Region, dürfte der Schönheit bald ein Ende gesetzt werden. Landauf, landab, plant das Land, planen die Kommunen, Windkrafträder mit einer Höhe bis zu 200 Metern zu bauen.

Schönrednerisch wird diese Verspargelung der Landschaft noch dazu als Windpark bezeichnet, als ob es sich dabei um wundervolle Gärten handele. Doch über Jahre ist hierzulande eine Windkraftlobby entstanden, die der Atomlobby in punkto Argumentation nicht nachsteht, auch nicht in der Subventionierung. Denn grüne Ideen sind augenblicklich in, egal was sie die Bürgern kosten. Geld muss dafür da sein. Und mit einer Brachialgewalt wird gegen  jedes vernünftige Argument gegen diesen Öko-Wahn gekämpft. Als „Ewiggestrige“, „Atomlobbyisten“ oder „der hat doch keine Ahnung“ werden kritische Bürger abgekanzelt. Auf der Strecke bleibt zudem auch die Natur. Denn es geht dabei nicht nur um die  katastrophalen Veränderungen des Landschaftsbildes, vielmehr als gedacht wird in die Natur eingegriffen. Auch dazu gibt es eindeutige Studien.

Doch  auch ich kann mir Windräder vorstellen, auch ich kann mir Atomenergie vorstellen und auch ich kann mir Photovoltaik vorstellen. Und auch ich weiß, Energie kostet. Aber bitte nicht einen solchen Ausbau in diesem wilden Aktionismus. Derzeit besteht keine einzige Trasse, die die angeblich so saubere Windenergie in den windarmen Süden befördern soll. Fazit: Es wird derzeit unendlich viel Geld aus dem Fenster geworfen. Zudem wird dem Forschungsstandort Deutschland ganz nebenbei schwerer Schaden zugefügt. Denn mit dem Aktionismus weg von der Atomenergie wird die Forschungstür zur umweltfreundlichen Kernfusion zugeschlagen. Von daher ist es gut, dass sich jetzt lokale Stimmen erheben, die überlegtes Handeln fordern. Es ist gut, dass der Heimatverein Bösensell warnend vor solchem Windkraftausbau die Hand erhebt. Denn Heimat gibt es nicht zweimal, sie ist einzigartig und dazu gehört auch die uns so liebgewonnene Münsterländer Parklandschaft.