Das Verbreitungsgebiet

Ein Stück Natur erhalten

Dass Bürgermeisterin Lisa Stremlau sich nicht lange bitten ließ, die „Rekener Charta“ zu unterschreiben versteht sich von selbst. Schließlich hat sie als Oberhaupt der „Der Stadt der Wildpferde“ eine gewisse Verpflichtung Ross und Reiter gegenüber.

Besuch hoch zu Ross: Bürgermeisterin Lisa Stremlau unterzeichnete am Donnerstag die Rekener Charta. Foto: as

Dülmen/Kreis. Die „Rekener Charta“ ist eine Initiative der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD). Sie vereint Gedanken zum Erhalt des Pferdes als Kulturgut, Freizeitpartner, Familienmitglied und wirtschaftlichem Nutztier. Stafettenreiter aus dem Kreisverband des VFD machten sich in den vergangenen Tagen auf den Weg, um die Bürgermeister der Region auf der Charta unterschreiben zu lassen. Die einzelnen Rollen - die erste wurde im März auf der Equitana von Größen des Reitsports sowie Vertretern aus Tourismus und Wirtschaft unterschrieben - werden Ende August in Reken zusammen geführt. Vom 29. August bis 1. September findet dort eine viertätige Feier zum 40. Geburtstag der VFD statt, die Rekener Charta wird zu diesem Anlass offiziell verkündet. 

Ziel ist, dass Pferdefreunde aus ganz Europa sich mit den Reitern solidarisch zeigen, ihre Unterstützung zusagen und helfen, in der motorisierten und industrialisierten Welt ein Stück Natur zu erhalten. Ein Ziel, dass auch Lisa Stremlau gern unterstützte. Unter den wachen Augen der vier Pferde Jaschira, Max, Berni und Katla sowie deren Reiter Birgit Landwehr, Uwe Güttrich, Jürgen Steinberg und Kerstin Steinberg unterzeichnete sie die Rolle. Sie wies in dem Zusammenhang auch auf den Stellenwert Dülmen innerhalb der Münsterlandreitroute.

Birgit Landwehr erläuterte der Bürgermeisterin, dass die Touren des VFD für jeden Reiter gut zu schaffen seien. Zwischen 25 und 40 Kilometer lang sind die Strecken. Gute Wanderpferde, so die erfahrene Reiterin, ließen sich nicht züchten. Vielmehr komme es auf entsprechendes Training und artgerechte Haltung an. Jaschira, Berni, Max und Katla jedenfalls zeigten sich von ihrer Schokoladenseite, harrten im Schatten des Rathauses geduldig aus. Wünschen würden sich die Reiter mehr Wasserein- oder -ausritte durch Gräben. Dies, so Birgit Landwehr, wäre nicht nur eine Abwechslung, sondern würde den Tieren auch gerade an wärmeren Tagen sehr gut tun.

Im Anschluss an die Unterzeichnung zogen die vier Reiter, die mitsamt ihrer Vereinsfahnen auf den Marktplatz gekommen waren und auch einige Vereinsmitglieder zur Unterstützung im Schlepptau hatte, weiter. „Morgen muss die Charta schon in Datteln sein“ machte Birgit Landwehr auf den nächsten Schritt es ehrgeizigen Projektes aufmerksam.