Das Verbreitungsgebiet

Der Weihnachtsstern

Ich bin Louis, 10 Jahre und lebe im Hochsauerland. Bekanntlich ist es dort im Winter sehr kalt und frostig mit jeder Menge Schnee. Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und alle Kinder sind schon sehr aufgeregt.

Wie in jedem Jahr mache ich mit Papa und meinem Bruder Tim einen Nachtspaziergang in den Wald. Wir gehen am Schieferberg vorbei bis auf eine Lichtung. Dort stehen wir nun und Papa erzählt uns ein wenig über die Sterne. Wir hören genau zu.

„Dieser ganz helle Stern direkt über uns ist der Weihnachtstern. Er leuchtet viel heller als alle anderen Sterne und strahlt dafür viel intensiver.“ erklärt Papa ganz ruhig. Wir gehen weiter und entdecken auch noch einige Tiere im Wald. Es ist stockdunkel und nur mit Hilfe des Weihnachtssterns können wir den Pfad noch erkennen. Wir treten nach fast zwei Stunden den Rückweg an. Zu Hause angekommen trinke ich noch ein Glas Bier und gehe dann sofort in mein Bett Ich bin hundemüde. Dieser Weihnachtsstern hat mich nicht mehr losgelassen. Ich liege im Bett und schaue durch das Dachfenster in den dunklen Nachthimmel. Da sehe ich ihn wieder, diesen hellen Weihnachtsstern mit dem langen hellen Strahl. Als ich überlege, welche Aufgabe dieser Stern wohl hat, höre ich eine Stimme. „Was du da durch dein Fenster siehst, ist der Weihnachtsstern. Vor mehr als. 2000 Jahren hat dieser Weihnachtsstern die Geburt des Jesuskindes angekündigt. Er hat die drei Weisen aus dem Morgenland dort hin zur Krippe geführt. Auch den Hirten hat er den Weg zum Stall gewiesen. Dieser Stern leuchtet nur zur Weihnachtszeit so hell, damit ihn jeder sehen soll.“ Vor zwei Tagen habe ich noch meine Mama gefragt, ob es den Weihnachtsstern wirklich gibt. Mama sagt dann immer: „Ja, selbstverständlich, diesen Weihnachtsstern gibt es ganz bestimmt.“ Seitdem schaue ich in der Vorweihnachtszeit immer, wenn ich im Bett liege durch das Dachfenster und suche den Weihnachtsstern. Dann höre ich wieder diese Stimme und der Strahl des Weihnachtssterns zeichnet sich auf meiner Bettdecke ab. „ Ich bin der Lichtstrahl, den du jetzt auf deiner Bettdecke siehst. Steig auf und ich bringe dich zum Weihnachtsstern.“ Schon getan und die Reise kann losgehen. Die Fahrt verlief rasend schnell, im Augenwinkel glaube ich noch das Sternzeichen vom großen Wagen auf der Milchstraße zu erkennen. Ein kleiner Ruck und der Strahl setzt auf. Ich hole schnell ganz tief Luft, denn so schnell war er ich nie unterwegs. Ich konnte kaum meine Augen öffnen, so strahlend hell war alles vor mir. Dann eine ganz andere Stimme: „Du wolltest wissen, ob es mich wirklich gibt? Schau her, ich bin der Weihnachtsstern.“ Schüchtern antworte ich ganz leise „Ja.“ Der Weihnachtsstern war sehr freundlich zu mir und erzählt mir seine Geschichte.. „An einem Sonntag vor Weihnachten ging Gott mal wieder von Stern zu Stern. Er erzählte, dass er eine besondere Aufgabe zu vergeben habe. Dann sah er mich an und sagte: „Du wirst ab sofort ein besonderer Stern sein, nämlich der Weihnachtsstern. Es ist die Belohnung dafür, dass du dich die ganzen Jahre um die anderen Sterne gesorgt hast und immer da warst, wenn du gebraucht wurdest. Hier war es sehr angenehm und sehr kuschelig. Ich bin irgendwie bei den Erzählungen eingeschlafen. Der Weihnachtsstern merkt es nicht und erzählt immer weiter. Als ich wieder aufwache erzählt er immer noch. Er hatte gar nichtgemerkt, dass ich eingeschlafen bin Als er .seine Erzählung beendet hat, sage ich, „Jetzt weiß ich, dass es dich wirklich gibt. Vielen Dank, dass ich dich besuchen durfte.“ Der Nikolaus antwortet mir: „In jedem Jahr erfülle ich einem Kind diesen Wunsch. Bald ist die Nacht vorbei und es wird Zeit, dass du in dein Bett kommst.“ Als ichaufwache, weiß ich nicht, ob es ein Traum war, oder ob ich wirklich beim Weihnachtsstern war. Als Mama ins Zimmer kommt, um mich zu wecken sitze ich schon im Bett und meine ersten Worte sind: „Mama, darf ich dir eine Weihnachtsgeschichte erzählen?“ „Du machst dich jetzt fertig mein Schatz und am Abend darfst du dann unter dem Tannenbaum deine Weihnachtsgeschichte erzählen. So hören mir am Abend meine Eltern und mein Bruder Tim zu, als ich meine Weihnachtsgeschichte erzähle.