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Besser als Baywatch

Vergangenen Donnerstag am frühen Morgen: Zwei Mannschaften der DLRG Lette machen sich auf den Weg nach Bamberg zur Deutschen Meisterschaft. Sonntagabend kamen die Nachwuchsteams mit zwei siebten Plätzen und reichlich Erfahrung zurück in die Heimat.

Erreichten den siebten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Bamberg (v.l.): Marie Brunsmann, Maxi Sicking, Luisa Wies und Marco Hetfeld von der DLRG Lette. Foto: bit

Lette/Bamberg. Eine der Mannschaften war die weibliche Altersklasse (AK) 13/14. Im Vorfeld waren die Mädels mit Platz zehn eingestuft worden. An der Reihe waren im Wettkampf dann folgende Diziplinen: Rettungsstaffel, Puppenstaffel, Gurtretterstaffel, Hindernis und eine Übung zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. „Das schwierigste war am Anfang, das leicheste am Schluss“, sagt DLRG’lerin Kim Sicking. Besonders gut sei die Rettungsstaffel gelaufen. Am ende sprang Platz sieben heraus. Einige Mädels aus dem Team waren schon ein paar mal bei den Deutschen Meisterschaften dabei. Manche allerdings auch zum ersten Mal. „Man nimmt Erfahrung mit“, resümiert Kim. 

Zudem war die männliche Altersklasse 12 in Bamberg dabei. Die Mannschaft erreichte ebenfalls Platz sieben. Obwohl der sechste Platz in den Blick genommen wurde, schrammten die DLRG-Schwimmer knapp vorbei. „Manchmal waren die anderen besser, manchmal waren es eigene Fehler“, nennt Marco Hetfeld Gründe. Das Hindernis-Schwimmen über vier mal 25 Meter klappte besonders gut. Mit seiner Bilanz im Einzelschwimmen ist Marco zudem sehr zufrieden. Er erreichte Platz acht von 32 und verbesserte seine persönlichen Zeiten. Dort absolvierte Marco die Disziplinen 50 Meter Hindernis, 50 Meter Kraulen und Rücken (wechseln nach der Hälfte) und 50 Meter Flossen. 

Der Trainer der zwei Mannschaften, Werner Weiss, feuerte seine Schützlinge vom Beckenrand an. „Es geht um 100stel“, gibt er einen Eindruck, wie knapp die Rennen meistens laufen. Auch wenn in einer realen Situation ein Mensch gerettet werden muss, geht es um Sekunden. „Unsere Ziele sind die Vorbereitung auf den Wachdienst und der Rettungsdienst an der Küste“, sagt Simon Ameling (17). Für eine Ausbildung zum Wasserrettungsdienst muss der Schwimmer allerdings mindestens 16 Jahre alt sein. Zudem benötigt er das Rettungs-Schwimmabzeichen in Silber. Beim Hochwasser war die bundesweite DLRG sehr aktiv. „Wir hatten 17.000 Einsatztage im Hochwassereinsatz“, sagt Simon. Er selbst ist Sanitätshelfer und war im Sommer in Binz und Sehlendorf im Einsatz. Dass er auch in alltäglichen Situationen Menschen helfen könnte, sieht er als großen Vorteil: „Man lernt für’s Leben.“