Das Verbreitungsgebiet

Neue Projekte fest im Blick

Auf Abstand – so hätte das Motto für den Heimatverein Lette im vergangenen Jahr lauten können. Denn trotz Corona-Einschränkungen waren die Ehrenamtlichen für ihren Heimatort im Einsatz.

Kartoffelfest, Treffen im Herdfeuerraum oder plattdeutsche Nachmittage – auch vom Heimatverein mussten viele traditionelle Veranstaltungen abgesagt werden. „Unser Museum ist seit einem Jahr geschlossen“, berichtet der Vorsitzende Gerold Wilken. Trotzdem waren die Mitglieder absolut nicht untätig, sondern überall dort im Einsatz, wo die Pandemie es zugelassen hat. Zum Beispiel auf dem Heidefriedhof, der weiterhin gepflegt und gehegt wurde. „Unsere Dienstagsgruppe hat sich getroffen, das ging mit Abstand auch sehr gut“, so Gerold Wilken. Für Wanderer ist am Letter Berg sogar eine neue Schutzhütte entstanden und das Wassertretbecken war auch geöffnet. „Die Obstpresse war da und hat etliche Zentner Obst verarbeitet“, so Gerold Wilken. Und auch der Fahrradverleih war das ganze Jahr über geöffnet und hat eine sehr gute Nachfrage erfahren. Auch die Planungen im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) laufen weiter, diese sind allerdings von der Förderung des Landes abhängig. „Man hat uns aber versichert, dass es weitergehen wird“, blickt WIlken optimistisch in die Zukunft. Aktuell setzen die Mitglieder den Fokus auf die Wiedereröffnung des Museums. „Wir wollen einen reibungslosen Ablauf ermöglichen“, so WIlkens Vorstandskollegin Martha Elsbecker. Dazu gehören auch Planungen, Besuchern eine Audioguide zur Verfügung zu stellen. „Wir haben beim Förderprogramm Neustart Kultur einen Antrag gestellt und sind erfreulicherweise berücksichtigt worden“, hat Gerold Wilken gute Nachrichten. Aktuell wird mit einer Firma abgesprochen, wie man die einzelnen Stationen mit professionellen Sprechern aufarbeiten und erlebbar machen kann. Im April will der Verein entscheiden, wie es in diesem Jahr um das Kartoffelfest steht. „Wir würden natürlich gerne unser bewährtes Programm weiterführen“, so Martha Elsbecker. Freuen dürfen sich alle Letteraner auf eine neue Idee des Vereins. „Wir wollen eine Art Nachbarschaftshilfe anbieten. Kleine Reparaturen von Letteranern für Letteraner, ganz unkompliziert und flexibel“, erläutert Gerold Wilken. Einen offiziellen Namen hat das Projekt noch nicht, bereits jetzt können sich aber alle, die sich vorstellen können, mit anzupacken, beim Heimatverein melden. „Wir wollen unseren Handwerkern keine Konkurrenz machen, sondern Kleinstreparaturen übernehmen, die früher in der Familie erledigt wurden“, betont Gerold Wilken.