Das Verbreitungsgebiet

Bewusst handeln

Zur Feier des Tages fließt heute (13. April)

in Billerbeck fair gehandelter Sekt: Die Stadt

bekommt das Fairtrade-Siegel verliehen. Doch

damit soll noch lange nicht Schluss sein.

BILLERBECK. Das kündigt Petra Cassens von der Steuerungsgruppe an. „Wir bleiben am Ball“, betont die Billerbeckerin. Ideen für weitere Veranstaltungen und Aktionen rund um den fairen Handel hätten sie und ihre acht Mitstreiter genug. Zumal: „Das Zertifikat gilt immer nur für zwei Jahre“, erzählt Cassens. Von daher müssen weitere Aktivitäten her, soll sich Billerbeck auch über April 2018 hinaus Fairtrade-Stadt nennen dürfen.

Doch zunächst freuen sich alle Beteiligten auf den heutigen Abend. In der Alten Landwirtschaftsschule stehen Reden und die offizielle Siegelverleihung auf dem Programm. Angestoßen wird anschließend mit fair gehandeltem Sekt. Für Naschkatzen gibt es Schokolade – natürlich mit dem Fairtrade-Logo drauf. Wenn schon, dann richtig.

Das war in den vergangenen Monaten auch das Motto der Steuerungsgruppe. Nach dem Ratsbeschluss, aus Billerbeck eine Fairtrade-Stadt zu machen, gründete sich die Steuerungsgruppe, die sich erstmals im Mai 2015 zusammensetzte. Damit waren die ersten beiden Hürden auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt genommen. Dann holten die Aktiven Vereine, Geschäftsleute und die Kirche mit ins Boot. Sowohl im Handel als auch in öffentlichen Einrichtungen gab es fortan fair gehandelte Produkte. Kriterien Nummer drei und vier – erfüllt. Zu guter Letzt kamen die Medien ins Spiel. Sie berichteten über die Bemühungen der Billerbecker. Aufgabe gemeistert, heute gibt’s das Zertifikat.

Die Steuerungsgruppe könnte zufrieden sein, hegt stattdessen aber einige Wünsche. Welche? „Dass mehr Leute mitmachen und dass es mehr faire Produkte zu kaufen gibt – und eine gerechtere Welt“, bringt es Cassens auf den Punkt. Eingebunden ist die Verleihung des Fairtrade-Siegels in eine Reihe von Events. Der erste, ein konsumkritischer Stadtrundgang, stand für vergangenen Freitag im Kalender. Weiter geht’s mit einer Ausstellung, einem Koch- Abend und einem Vortrag.