Das Verbreitungsgebiet

Ein Stückchen Paradies

Was Bürgermeisterin Lisa Stremlau noch als "kleinen Schritt" in Richtung gebundener Ganztag kennzeichnete, war für CBG-Schulleiter Dr. Wolfgang Weber "ein Stückchen gewolltes Paradies".

Probeschippen vor interessierten Publikum: Bürgermeisterin Lisa Stremlau, Dr. Bernhard Kewitz (stellvertretender Schulleiter), Bernd Wirtz (Wirtz + Kölsch), Schülersprecherin Carolin Sunderhaus und Markus Brambrink, Vorsitzender des Schulausschusses (v.l.

Dülmen. Für das Clemens-Brentano-Gymnasium geht in der Tat ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Statt eines Provisoriums sollen die Schüler im gebundenen Ganztag künftig in einer modernen Mensa nicht nur essen, sondern eine Ruheoase finden. „Wir haben lange daran rumgeplant“, blickte Stadtbaurat Clemens Leushacke auf eine durchaus wechselvolle Zeit zurück. Schon vor rund sechs Jahren gab es erste Pläne für den Bau, im Wettbewerbsverfahren wurde die Mensa ausgeschrieben. Erste Pläne ließen sich nicht finanzieren, auch die räumlichen Möglichkeiten auf dem Areal des Gymnasiums boten nicht für alle Zukunftsvisionen Spielraum. Was dort nun entsteht, kennzeichnete Leushacke als „relatives Optimum verpakct in ansprechende Architektur“.

Die Sorge der Dülmener Kulturschaffenden, dass mit der Aula des CBG ein wichtiger Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung stehe, räumten sowohl Bürgermeisterin Lisa Stremlau als auch Clemens Leushacke deutlich aus. „Die Kulturszene wird nicht beeinträchtigt“, so Leushacke.

Mit der ausführenden Firma Bogenstahl sind echte Dülmen-Profis am Werk. Das Unternehmen hat bereits für den Umbau der alten Bendix-Fabrik um Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium verantwortlich gezeichnet. Als Architekturbüro fungiert das Planungsbüro Wirtz + Kölsch. 

Schulleiter Dr. Wolfang Weber freute sich sichtlich über den Baustart. „Wir sind gewillt, allen Baulärm zu ertragen“, so der Pädagoge. Für ihn und das Kollegium sei schon der Entstehungsprozess bedeutsam, er hob den großen Einsatz der Stadt Dülmen hervor, die sich gemeinsam mit den Vertretern der Schule Mensa-Beispiele angeschaut habe. Wünsche, so Weber, verursachten immer Mehrkosten und die Stadt habe sich an diesen Wünschen „in ganz ungewöhnlicher Weise“ beteiligt. Nicht müde wurde der Schulleiter, seinen Stellvertreter Dr. Bernhard Kewitz zu loben, in dessen Hände das Projekt Mensabau gelegt worden war. 

Ab heute dürften die ersten LKWs die extra an der Ecke An der Kreuzkirche/Lüdinghauser Straße geschaffene Baustelleneinfahrt passieren. Läuft alles weiter rund, können die ersten Schüler in rund einem Jahr ihre Mensa einweihen.