Das Verbreitungsgebiet

Mehr Aufmerksamkeit

Die Kolvenburg in Billerbeck wird seit vielen Jahren als Ausstellungshaus des Kreises Coesfeld genutzt. Außerdem ist das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert Bestandteil von Stadtführungen. Jetzt wird eines der schönsten Bauwerke Billerbecks noch ausführlicher präsentiert.

Wollen, dass die Kolvenburg in Billerbeck stärker in den Fokus gerückt wird: Marion Kessens (Tourismus-Managerin der Stadt Billerbeck), Norma Sukup (Kunsthistorikerin vom Kreis Steinfurt) und Monika Stockmann (Stadtführerin der Stadt Billerbeck, v.l.).

„Es lohnt sich wirklich, für dieses wunderschöne Gebäude die Werbetrommel zu rühren“, betont Norma Sukup, Kunsthistorikerin beim Kreis Coesfeld, dass die Kolvenburg nicht nur mit ihrer unterschiedlichen Architektur etwas zu bieten hat, sondern auch mit ihrer wechselvollen Geschichte. Bisher sei das mehr als 800 Jahre alte Gebäude im Rahmen von Stadtführungen von Billerbeck nur am Rande frequentiert worden. „Jetzt wollen wir aber die Kolvenburg stärker in den Fokus und ins Bewusstsein nicht nur der Billerbecker stellen“, unterstreicht Marion Kessens, Tourismus-Managerin der Stadt Billerbeck.

Dazu hat Stadtführerin Monika Stockmann sich noch mehr Wissen über das denkmalgeschützte Bauwerk angeeignet und auch einige Anekdoten recherchiert. „Während meiner Stadtführungen hätten die Teilnehmer gerne etwas mehr über die wechselvolle Geschichte erfahren“, bemerkt die Stadtführerin. Während ihrer nunmehr einstündigen Führung zeigt Monika Stockmann Stellen in der Kolvenburg, die sonst nicht Bestandteil ihrer „normalen“ Stadtführung sind. „Dazu blieb bisher während der Stippvisiten keine Zeit“, führt die Stadtführerin aus.

Dazu gehören beispielsweise ein geheimnisvoller Verbindungsgang zwischen den Kaminen, rätselhafte Öffnungen in den Gemäuern, die vielleicht von Bogenschützen genutzt wurden, Kanonenkugeln aus Stein oder auch das Plumpsklo im Obergeschoss. Highlight der einstündigen Führung ist sicherlich der kathedralartige Dachstuhl, der an Filmszenen aus „Der Name der Rose“ oder „Harry Potter“ erinnert. „Der in handwerklicher Qualitätsarbeit hergestellte mittelalterliche Eichendachstuhl – ein doppelseitiges Krüppelwalmdach –  ist wirklich einzigartig in der Region“, stellt Monika Stockmann heraus. Der riesige Dachboden kann auch besichtigt werden „Allerdings nur etappenweise in kleineren Gruppen, falls der Andrang größer als gedacht ist“, erläutert die Stadtführerin.

„Die Kolvenburg ist ein besonderes Schmuckstück in Billerbeck. Deswegen habe ich hier auch vor einigen Wochen geheiratet“, ist Marion Kessens immer noch beeindruckt von dieser Location. Auch ihre Gäste seien überwältigt gewesen.  Die erste derartige Führung findet am Freitag (16. August) um 16 Uhr statt. Sie kostet fünf Euro. Darin sind die Kosten der Führung und der Eintritt in die Kolvenburg enthalten.

Wer sich schon einmal grob über die Geschichte der Kolvenburg informieren möchte, kann das im Internet tun unter www.kolvenburg.de/besucher-infos/geschichte