Das Verbreitungsgebiet

Wie die Profis

Den „Münsterland Giro“ gibt es seit 2006. Am 3. Oktober (Mittwoch) startet das Profi-Radrennen zum zweiten Mal überhaupt in Coesfeld. Außerdem findet dort die 2. Auflage des Giro Inklusiv statt – ein gemeinsames Radrennen für gehandicapte Menschen und Menschen ohne Behinderung.

Sie werben für die 2. Auflage des Giro Inklusiv, der am 3. Oktober auf dem Marktplatz in Coesfeld startet.

Beim Giro Inklusiv am 3. Oktober (Mittwoch) wird mit allem gefahren, was Felge, Ritzel und Kette hat. Die Teilnehmer starten direkt nach den Giro-Profis vom Marktplatz in Coesfeld. Es werden zwei Rundstreckenlängen über 5 und zehn Kilometer angeboten. Zweiräder, Liegeräder, Rollfietsen, Tandems, Dreiräder, Vierräder oder andere Spezialfahrräder sind selbstverständlich zugelassen. Auch Fahrräder mit Elektroantrieb bis 25 km/h. Für Sehbehinderte stehen Tandems zum Ausleihen zur Verfügung. 

„Coesfeld ist nach Münster die Stadt im Münsterland mit dem höchsten Radverkehrsaufkommen. Der Anteil beträgt rund 32 Prozent. Deswegen kann der Giro Inklusiv zu unserer Markendarstellung beitragen“, will Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann diese Veranstaltung am liebsten als Alleinstellungsmerkmal vereinnahmen. Nicht nur der Münsterland Giro, sondern auch der Giro Inklusiv wird live im Fernsehen übertragen. „Außerdem gibt es einen Livestream im Internet“, betont Kerstin Dewaldt von der Organisation des Sparkassen-Münsterland-Giros.

Paracyler Hans-Peter Durst, zweifacher Goldmedaillengewinner der Paralympics 2016 in Rio de Janeiro lässt es sich nicht nehmen wie im vergangenen Jahr in Münster auch in Coesfeld dabei zu sein. Und kein geringerer als NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann aus Hörstel-Riesenbeck gibt den Startschuss beim Giro Inklusiv ab. Ira Middendorf-Kleymann vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben freut sich darüber, dass das Radrennen für alle Menschen mit und ohne Handicap im Rahmen des eigentlichen Radrennens stattfindet „und das beste daran ist, dass der Start, direkt nach dem die Profis auf die Strecke gegangen sind, erfolgt“. Das gesamte Event wird von einem attraktiven Rahmenprogramm begleitet. So soll ein „Markt der Möglichkeiten“ veranstaltet werden. Auf der großen Bühne auf dem Marktplatz an der Lambertikirche sollen nicht nur die Siegerehrungen stattfinden. Es werden aber nicht nur die Bestplatzierten geehrt, sondern jeder Teilnehmer bekommt eine Urkunde und eine Medaille. Außerdem soll das schönste Rad prämiert werden. „Die Kaufmannschaft Coesfeld hat signalisiert, auch Sachpreise zur Verfügung zu stellen“, hat sich Ira Middendorf-Kleymann dafür stark gemacht. Denise Rennert vom Veranstalter des Giro Inklusiv DJK Eintracht Coesfeld-VBRS wird einige Inklusiv-Projekte des Sportvereins vorstellen. Annette Schlattholt, Geschäftsführerin der LAG Selbsthilfe NRW, schlug vor, das Event vieldeutig als „Allrad“ zu bezeichnen: „Es ist ein Giro für alle.“

Anmeldungen sind auch online bis zum 15. September möglich unter www.ksl-muenster.de