Das Verbreitungsgebiet

Aus Liebe zum Lesen

Sie lesen in Kindergärten und Schulen. Sie lesen im Seniorentreff. Und sie lesen sogar bei einer Wanderung durch den Wildpark.

Büchereileiterin Petra Toppmöller (l.) und Silke Althoff vom Kulturteam (r.) mit den Lesepatinnen Dorothee Rövekamp (2.v.l.) und Ilona Escher.

Die Vorlesepaten sind am 15. November (Freitag) gut beschäftigt. Eine Reihe von Veranstaltungen sind für den Vorlesetag in der Tiberstadt geplant. Die meisten davon sind nicht öffentlich, einige aber schon. Und die laden dann auch direkt an ungewöhnliche Orte ein.

„Wir wollten in diesem Jahr eine neue Zielgruppe ansprechen, nämlich erwachsenen und jugendliche Leser“, so Sillke Althoff vom Kulturteam der Stadt Dülmen, die gemeinsam mit Büchereileiterin Petra Toppmöller federführend die Veranstaltungen koordiniert.

Mrs. Sporty, das düb, Lores ArtBox und der Wildpark sind die vier Locations der „Lesereisen“, die wie alle anderen Veranstaltungen auch unter dem Motto „Sport und Bewegung“ stehen. Für diese vier Termine können sich Interessierte ab sofort unter Telefon 0 25 94/1 24 00 oder kultur@duelmen.de anmelden.

Der Vorlesetag, erläutert Büchereileiterin Petra Toppmöller im Pressegespräch, sei eine gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen, der Zeit und der Stiftung Deutsche Bahn. Bislang seien bundesweit knapp 540 000 Aktionen für dieses Jahr gemeldet.

In Dülmen sind seit einigen Jahren einige Stamm-Vorleser in den Institutionen unterwegs. Wie die Schülerin Dorothee Rövekamp, die schon im vergangenen Jahr beim Seniorentreff gelesen hat. „Ich habe mich richtig wohl gefühlt“, blickt sie auf ihren Ausflug in die Welt von Pippi Langstrumpf zurück. Obwohl dies ein Kinderbuch ist, sei die Resonanz der Senioren großartig gewesen, viele Gespräche und Geschichten hätten sich im Anschluss an das Vorlesen ergeben. Ob Verwaltungsmitarbeiter, Mitglied der Bürgerstiftung, engagierter Lesepate oder auch Schüler – die Reihe der Vorleser wird immer länger. Selbst die Bürgermeisterin greift zum Buch und liest in der Stadtbücherei Schülern der Hermann-Leeser-Schule vor.

Eine Institutionen wie der Spiekerhof-Kindergarten, die AKE-Schule oder das AvD haben sogar komplett in Eigenregie mit Erziehern, Lehrern, Eltern und Schülern einen eigenen Vorlesetag ins Leben gerufen.

Und auch Lesepatin Ilona Escher weiß, dass nicht jede Aktion gleich verläuft. „Gerade mit Kindern ist es immer wieder unterschiedlich“, betont sie. Petra Toppmöller erinnert sich an eine Lesestunde in einer Schule, bei der die Kinder gleichzeitig gemalt haben. „Das war auch ein sehr schöner Ansatz“, denkt sie zurück.

Was genau gelesen wird, das entscheiden die Institutionen gemeinsam mit den Lesepaten. Wichtig, so Ilona Escher, sei aber, dass auch die Lesepaten das Buch mögen.