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Delphine für Marlon

Marlon Dülker hat es wirklich nicht leicht in seinem noch so jungen Leben. Er kam mit einem Gendeffekt auf die Welt. Eine Delphintherapie soll ihm nun helfen.

Marlon Dülker

<ortsmarke>Auf Facebook hatten seine Eltern Karin und Markus einen Spendenaufruf gestartet. Freunde hatten ihnen dazu geraten, Arbeitskollegen von Markus Dülker geholfen, das Anliegen öffentlich zu machen. Denn eine solche Therapie ist sehr teuer und kann von Marlons Eltern alleine nicht finanziert werden.

</ortsmarke>Für Markus Dülker ist das, was auf den Aufruf folgte, immer noch unfassbar. Innerhalb kürzester Zeit kam Hilfe von Freunden, Bekannten, Nachbarn und auch Unternehmen. „Auf privaten Feiern wurde für Marlon gesammelt, der Kinderchor hier in Holtwick hat seine Spende aus dem Adventskonzert an uns weitergeleitet“, erzählt der spürbare gerührte Vater. Erst am vergangenen Wochenende gab es eine große Spendenaktion bei Edeka Steiner in Legden, dem Geburtsort von Karin Dülker. „Es war unglaublich viel los, wir waren echt total gerührt“, so Marlons Vater.

Am 5. September 2010 wurde Marlon geboren. Er entwickelte sich nicht gut, schließlich wurde bei ihm das Angelmann-Syndrom festgestellt. Marlon ist zu 100 Prozent schwer behindert, hat erhebliche motorische Probleme, kann noch nicht laufen und wird wohl niemals sprechen.

Für Marlons Eltern ein echter Kraftakt. Und trotzdem ist Marlon ein fröhlicher, aufgeweckter Junge. Mehrere tausend Kilometer jährlich fahren seine Eltern Marlon zu verschiedene Ärzten und Therapien, um ihm Stück für Stück mehr ins Leben zu helfen.

Ein großer Schritt könnte eine Delphintherapie sein. „Wir haben von anderen Eltern erfahren, dass eine solche Therapie die Entwicklung sehr positiv beeinflussen kann“, erläutert Karin Dülker, „man hat herausgefunden, dass besondere Kinder wie Marlon durch eine solche Therapie bis zu vier mal schneller und intensiver lernen“.

Was für andere Kinder längst normal ist, wäre für Marlon ein Riesenfortschritt. Zum Beispiel einfach etwas greifen können, ohne es fallen zu lassen. Oder ruhig einer Geschichte lauschen, die ihm von den Eltern vorgelesen wird. „Marlon ist immer sehr unruhig“, erläutert Karin Dülker.

Über 10.000 Euro müssen für die Therapie zusammen kommen. Schon jetzt sind die Dülker dank der Hilfsbereitschaft in ihrem Heimatort und den Nachbargemeinden ein großes Stück weiter gekommen. Wenn alles gut läuft, kann es für Marlon losgehen.