Das Verbreitungsgebiet

Gemeinschaft steht im Mittelpunkt

Es war auch für das Dülmener Airsoftteam in den vergangenen Monaten eine ruhige Zeit. Jetzt

geht es für die elf Mitglieder wieder los, der

Startschuss fällt am morgigen Sonntag (8. August) in Koblenz.

Denn die AirsoftSpieler müssen durchaus lange Wege in Kauf nehmen, um ihr Hobby auszuüben. „Hier in der Region gibt es leider keine Spielflächen, erst ab Meschede“, erläutert Maximilian Middendorf. Gemeinsam mit Freunden war er vor über zehn Jahren mit gut 13 Jahren zu dem außergewöhnlichen Hobby gekommen. „Wir haben uns für Paintball interessiert, das ging aber erst ab 18“, blickt er zurück. Mit Airsoft wurde eine Alternative gefunden, die die jungen Männer und Frauen auch heute noch begeistert. „Es ist das Teamplay, das uns fasziniert“, erklärt der Dülmener. Denn anders als beim Paintball kommt es nicht nur darauf an, die Gegner zu treffen und so aus dem Spiel zu nehmen. Es müssen Aufgaben erfüllt werden – zum Beispiel ein Teammitglied in Sicherheit gebracht oder Gegenstände auf dem Spielfeld eingesammelt werden. Da man einen Treffer bei Airsoftgeschossen anders als beim Paintball nicht sieht, wird im Spiel auf Fairness gesetzt. „Schwarze Schafe gibt es natürlich immer, aber die meisten melden, wenn sie getroffen wurden.“ Die Community, die in den vergangenen Jahren auch rund um Dülmen gewachsen ist, trifft sich auf großen Events in Deutschland. Dort werden die Spieler in Gruppen eingeteilt, die gegeneinander antreten. „Die Gruppen werden zufällig zusammen gestellt“, so Maximilian Middendorf. Zwischen einzelnen Teams gibt es aber durchaus engere Verbindungen, so treffen sich die Dülmener regelmäßig mit einem Team aus Wermelskirchen. „Die versuchen derzeit, ein eigenes Spielfeld aufzubauen“, so Maximilian Middendorf. Ein Wunsch, den auch er und seine Vereinskollegen teilen. „Viele Grundstücksbesitzer haben leider Bedenken, weil wir in Militärkluft und mit Waffen rumlaufen“, weiß er um die Vorurteile, die das Hobby immer noch hervorruft. Dabei ist das Äußere nur ein Aspekt, „Airsoft ist ein Hobby für ganz viele Altersgruppen und Berufsschichten“, weiß Maximilian Middendorf. Von der Erzieherin bis zum Versicherungsmakler, vom 14-jährigen Schüler bis hin zum Rentner reicht das Spektrum der Aktiven. Auch innerhalb des Dülmener Airsoftteams gibt es verschiedene Aufgaben. Nicht alle wollen sich auf dem Spielfeld mit anderen messen. Einige sind für Fotos zuständig, wieder andere sorgen dafür, dass die Ausrüstung und der Teamraum in Schuss sind. Kleinere Treffen haben dort bereits wieder stattgefunden, jetzt freuen sich alle auf die ersten großen Veranstaltungen. Die sind in der Regel in Ost- und Süddeutschland, hier ist Airsoft noch bekannter als im Westen der Republik. Um das Hobby hat sich ein ganzer Wirtschaftszweig entwickelt. „Es gibt immer mehr Shops und Veranstalter für Events“, freut sich Maximilian Middendorf über den Push für die Szene.