Das Verbreitungsgebiet

Nah an der Mannschaft

Dominik Möller ist am 22. Juni offiziell in das Amt des Stellvertretenden Wehrleiters der

Feuerwehr Coesfeld eingeführt worden. Der

Stadtanzeiger sprach mit dem Oberbrandmeister.

Seit 2016 ist Dominik Möller Pressesprecher der Feuerwehr Coesfeld. Zu dieser Aufgabe ist eine weitere, allerdings auch verantwortungsvollere hinzugekommen. Der Brandschützer ist neuer Stellvertretender Wehrleiter und unterstützt somit Wehrleiter Richard Schulze- Holthausen. Wir haben Dominik Möller ein paar Fragen rund um seine neue Aufgabe gestellt:

Wann, warum oder weshalb hat es Sie zur Feuerwehr Coesfeldgezogen?

Dominik Möller: Freiwillige Feuerwehr ist in unserer Gegend oft sehr familiär geprägt. Dies trifft auch inmeinemFall zu. Ich bin durch meinen Vater, der ebenfalls Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Coesfeld, sowie Hauptamtliche Kraft in Coesfeld war, mit zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr der Stadt Coesfeld eingetreten. Seit dem 18. Lebensjahr bin ich im aktiven Einsatzdienst der Feuerwehr Coesfeld. Sicherlich sind in dieser Zeit viele Freundschaften entstanden, die mein Leben geprägt haben. Daher ist die Motivation sicherlich die sehr gute Kameradschaft, aber auch die Zusammenarbeit, um unseren Mitbürgern in Notsituationen helfen zu können. Ich blicke derzeit auf 21 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Coesfeld zurück.

Welche neuen Impulse wollen Sie der Feuerwehr Coesfeld geben?

Dominik Möller: Aus meiner Sicht ist der wichtigste Baustein in einer ehrenamtlichen Feuerwehr die Mitglieder selbst. Die Struktur der Freiwilligen Feuerwehr funktioniert nur dann, wenn alle Zahnräder ineinander greifen. Ich sehe mich hier als ein Zahnrad des großen Ganzen. Fürmich ist es daher elementar wichtig, auch weiterhin nah an unserer Mannschaft zu sein. Ich sehe mich in erster Linie als Vertreter für die 170 freiwilligen Kameraden. Hier ist auch mein erster Ansatz: die Zusammenarbeit der Mannschaft und Führung weiterhin zu verbessern und zu intensivieren.

Sind Ihnen Baustellen aufgefallen, die Sie in Ihrer Eigenschaft als neuer Stellvertretender Wehrleiter schließen respektive lösen wollen?

Dominik Möller: Die Feuerwehr lebt von einem stetigen Wandel mit der Zeit. Daher ergeben sich immer neue Baustellen, die gelöst werden müssen. Sicherlich kann hier nicht von einem alleinigen Lösen gesprochen werden. Die Lösungsansätze können nur gemeinschaftlich mit den Gremien der Feuerwehr und der Stadtverwaltung erarbeitet werden. Ich aus meiner Sicht kann sicherlich hier mit neuen Ideen zusätzlich unterstützen. Derzeit ist beispielsweise eine große Baustelle die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes durch die Stadtverwaltung, die durch die Feuerwehr unterstützt wird. In diesem werden die zukunftsweisenden Wege der Feuerwehr Coesfeld festgelegt, und schlussendlich bei Fertigstellung durch den Rat der Stadt Coesfeld beschlossen.

Wie ist es um den Nachwuchs in der Feuerwehr Coesfeld bestellt?

Dominik Möller: Wir haben eine sehr gut funktionierende Jugendfeuerwehr mit derzeit 28 jugendlichen Mitgliedern im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Die jährlich frei werdenden Plätze können zur Zeit immer besetztwerden.Wir müssen sogar feststellen, dass wir derzeit mit Wartelisten zur Übernahme arbeiten müssen. Daher gehen wir als Feuerwehr Coesfeld bis dato noch gegen den Trend im Land NRW, was jugendlichen Nachwuchs angeht. Das liegt unter anderem an unserem Jugendbetreuer- Team um Jugendfeuerwehrwart Sebastian Hirtz, das seit Jahren sehr gute ehrenamtliche Arbeit leistet. Nichtsdestotrotz sind wir immer auf der Suche nach Quereinsteigern, die sich für die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren wollen. Ich kann daher nur einladen, sich unsere Arbeit einmal anzuschauen und sich für unsere Sache zu begeistern. Anfragen nehmen wir gerne über mitgliedwerden@ feuerwehr-coesfeld.de entgegen. Auch für das Land NRW ist es ein Anliegen, neue Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren anzuwerben. Seit längerem läuft daher zu diesem Zwecke eine Kampagne des Landes, um neue Mitglieder zu begeistern (https:// www.freiwillige-feuerwehr. nrw). Wir als Feuerwehr Coesfeld unterstützen diese Maßnahme ausdrücklich.

Wie sieht es bei Ihnen mit der Gewalt gegenüber von Rettungskräften aus? Ist das auch bei der Feuerwehr Coesfeld ein Thema?

Dominik Möller: Dieses unschöne Thema bekommt man derzeit des Öfteren durch Medien mit.Man kann sicherlich für die Feuerwehr Coesfeld sagen, dass wir das geschilderte Ausmaß in den Medien hier noch nicht feststellen können. Allerdings stellen wir schon fest, dass verbale Angriffe gegen unser Personal zunehmen. Begründet wird dieses meistens dadurch, dass die jeweilige Person in einer nicht sachgerechten Weise Unverständnis äußert, beispielsweise bei einer Straßensperrung, um den Gefahrenbereich abzusichern. Hiermuss man noch einmal klar sagen, dass wir als Feuerwehr, aber auch der Rettungsdienst und die Polizei gerufen werden, um Menschen in einer Notsituation zu helfen. Die eingeleiteten Maßnahmen sollten daher eher auf Verständnis stoßen, und nicht auf Unverständnis. Ich denke, dass sich jeder mal in einer Notsituation befinden könnte, in der er Hilfe benötigt. Dies sollte in der Öffentlichkeit noch einmal ins Bewusstsein gebracht werden.