Das Verbreitungsgebiet

Eine große Schnitzeljagd

Wann ist der Westfale ein Westfale? Eine Frage, der seit diesem Jahr auch das „Westfalen-Diplom“ auf den Grund gehen will. Stimmt das Vorurteil des sturen Westfalen? StadtAnzeiger-Redakteur Alexander Bitting unterhielt sich mit Uli Beele, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL), über das Westfalen-Diplom und welche Aufgaben echte Westfalen dort erledigen müssen.

Auch das Fachwerkstädtchen Freudenberg kann beim Westfalen-Diplom besucht werden. Foto: Wandermagazin/N. Glatter

Herr Beele, was genau hat es mit dem Westfalen-Diplom auf sich?

Beele: Westfalen und solche, die es werden möchten, können jetzt zeigen, wie westfälisch sie sind. Nachweisen können sie das ganz einfach, indem sie am 2013 erstmals ausgetragenen Wettbewerb um das Westfalen-Diplom teilnehmen. Den Teilnehmern, die sich mit Erfolg als Westfalen präsentieren, winken attraktive Gewinne.

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Beele: Angestoßen hat den Wettbewerb der Nahverkehr Westfalen-Lippe in Kooperation mit verschiedenen Partnern. Dazu gehören zum Beispiel das LWL-Projekt „Kultur in Westfalen“, die Westfälische Rundschau und die Westfalenpost. Wer am Wettbewerb teilnimmt, begibt sich gewissermaßen auf Westfalens größte Schnitzeljagd. Dabei müssen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben erledigen.

Welche Aufgaben denn?

Beele: Es gilt, mit Bus und Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad Ausflüge zu ausgesuchten Sehenswürdigkeiten in Westfalen zu unternehmen. Im Projekt soll zur umweltgerechten Mobilität angeregt werden. Die Teilnehmer sind aufgefordert, ein typisches westfälisches Gericht zu genießen und eine der vielen Kulturveranstaltungen in der Region zu besuchen. Für jede erfüllte Aufgabe erhält man vor Ort als Nachweis einen Stempel in sein persönliches Westfalen-Diplom-Stempelheft. Teilnehmer mit mindestens fünf Stempeln werden am Ende des Wettbewerbs zur großen Diplom-Verleihungsparty in der Krombacher Brauerei eingeladen.

Wo gibt es das Stempelheft?

Beele: Bei allen Projektpartnern und Zielorten. Bestellt werden kann es auf diversen Wegen beim NWL.

Auf was können sich die Gewinner freuen?

Beele: Im November wird das große Abschlussfest bei der Krombacher Brauerei stattfinden. Dann werden die „Westfalen-Diplome“ an die „besten“ Teilnehmer verliehen. Bei der Endauslosung warten auf die Teilnehmer als 1. Preis ein E-Bike von Kettler, als 2. Preis eine Ballonfahrt sowie zahlreiche weitere Gewinne wie zum Beispiel LWL-Museumscards oder NRW-TagesTickets zur Fahrt mit Bus und Bahn.

Was macht für Sie persönlich den besonderen Reiz von Westfalen aus?

Beele: Als geschichtsträchtige Kulturregion bietet Westfalen eine Vielzahl spannender Ausflugsziele, die sich für den Erwerb des Diploms lohnen. Auf der Liste stehen beispielsweise die Burg Hülshoff in Havixbeck, das Fachwerkstädtchen Freudenberg und die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund. Einen Stempel gibt es aber auch für die Bestellung z.B. von „Pfefferpotthast“ in einem der vielen einladenden Gasthäuser in Westfalen.

Wie würden Sie einen typischen Westfalen beschreiben?

Beele: Bodenständig, besonnen und warmherzig. Mein Lieblingsspruch: „Der Westfale ist über jeden Zweifel erhaben.“ 

Möglichkeiten zur Teilnahme unter www.westfalen-diplom.de. Die Westfalen-Diplom-Broschüre kann beim NWL, Friedrich-Ebert-Straße 19, 59425 Unna bestellt werden.