Das Verbreitungsgebiet

Zweifelhafte Skepsis

Immer mehr E-Bikes und Pedelecs (Pedal Electric Cycle) werden in den Fahrradläden gekauft. Das liegt nicht nur an Senioren, die Elektroräder bevorzugt fahren. Nein. Auch jungen Menschen gefällt es, wenn sie von einem Motor am Fahrrad unterstützt werden. Doch manche Leute haben Vorurteile und sind nicht genügend informiert.

Beim Thema Pedelec gibt es noch viele technische Missverständnisse. Doch mit ein bisschen Übung lässt sich auch dieses Zweirad locker beherrschen. Foto: pixelio.de/Michael Möller

Kreis. „Bevor man fährt, sollte man sich genügend informieren“, rät der Sprecher und Vorsitzender des Radsportvereines ADFC-Havixbeck, Alfons Lensing, auf die Frage, ob Elektroräder sicher sind. Denn wenn Radfahrer gut informiert sind und geübt haben, auf einem Pedelec zu fahren, können sie sich besser einschätzen und somit sicher fahren. Radler sollten beim Fahren auf den Radweg gucken, ob dieser Risse oder Schlaglöcher aufweist. Diese sollten mit Elektrofahrrädern vermieden werden. Alfons Lensing merkt an: „Die Straßen könnten wesentlich fahrradfreundlicher werden. Da könnte man sich ein Beispiel an den Niederländern nehmen. Deren Radwege haben meistens noch eine zweite Spur.“

Das Elektrorad hat viele Vorteile: Man kann nun wesentlich entspannter fahren. Dazu ist es eine sehr günstige Alternative zum Auto und auch umweltfreundlicher als dieses. Pendler, die gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren wollen, ohne verschwitzt dort zu erscheinen, können dies nun tun, da das Fahren mit einem Pedelec oder auch E-Bike nicht viel Kraft erfordert. Der Geschäftsführer des Elektrorad-Partners in Havixbeck, Bernhard Kunath, versichert: „In der Zukunft wird der Zuwachs nicht mehr so gewaltig sein wie in den vergangenen Jahren, jedoch bleibt dieser auf einem hohen Niveau“. Doch manche Leute stehen dem Elektrorad eher skeptisch gegenüber und glauben, dass vor allem viele Senioren damit Unfälle bauen. Jedoch liegt es nicht an den E-Bikes, viel mehr liegt es an dem Zuwachs von Fahrradfahrern.

„Dank der Elektroräder fahren mehr Personen mit dem Fahrrad. Da nun mehr Leute am Straßenverkehr beteiligt sind, passieren auch mehr Unfälle. Das Elektrofahrrad ist also genauso sicher wie ein normales Rad“, erklärt Kunath. Der Nachteil bei jedem Fahrrad ist, dass es keine Knautschzone hat. Das bedeutet, dass bei einem Unfall nichts die Geschwindigkeit des Rades absorbiert. Eine Möglichkeit ist es, einen Helm zu tragen, doch „der Helm zerstört den Frauen die Frisur“, erklärt Alfons Lensing. Dazu kommt, dass niemand gerne einen Helm, zum Beispiel beim Shoppen, mit sich schleppen möchte. In Havixbeck gibt es Behälter, in denen man den Fahrradhelm  aufbewahren kann. Für die Personen, die auf dem Elektrorad immer noch unsicher sind, gibt es zum einen Gasregler, an denen man die Kraft des Motors regulieren kann.

So kann man mit beiden Beinen auf dem Boden stehem, wenn man anhält. Der Unterschied zwischen einem Pedelec und dem E-Bike ist, dass ein Pedelec nicht schneller als sechs km/h fährt, wenn die Pedalen nicht genutzt werden. Dazu darf der Motor nicht mehr als 250 Watt haben. Mit Benutzung der Pedalen dient der Motor bis 25 km/h als Unterstützung. Bei dem E-Bike ist es wichtig zu wissen, dass man eine Versicherung benötigt, wie auch einen Mofa-Führerschein, da das E-Bike auch ohne zusätzliches Treten eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h erreicht. Die Motorisierung und die Muskelkraft sind unabhängig voneinander. Weitere Information zum Thema „Elektrofahrrad“ findet man auf der Internetseite www.adfc-havixbeck.de.